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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Schutz vor Coronavirus: So unterscheiden sich OP- und FFP2-Masken

20.01.2021

Berlin Seit Monaten heißt es: Erst die Maske auf, dann rein ins Geschäft. Viele Menschen tragen waschbare Alltagsmasken aus Stoff, oft aus Baumwolle. Viel verwendet werden zudem die einfachen medizinischen OP-Masken, die oft eine weiße und eine bläuliche Außenfläche haben. Bislang noch nicht so weit verbreitet sind sogenannte FFP2-Masken. Doch wie unterscheiden sich die Masken?

Material macht Unterschied

Den größten Unterschied gibt es bei der Schutzwirkung. Generell filtern Mund-Nase-Masken einen Teil der Partikel und Viren in der Luft heraus. Dadurch sinkt deren Konzentration und damit das Infektionsrisiko. Ausgeatmete Viruspartikel sind durch die anhaftende Feuchtigkeit meist relativ groß, auch Alltags- und OP-Masken können sie daher recht effizient zurückhalten. In der Raumluft schrumpfen die Partikel aber - und können darum beim Einatmen durch solche Masken hindurch gelangen. Weitaus besser werden sie von FFP2-Masken aufgehalten. Alltags- und OP-Masken dienen daher vor allem dem Schutz anderer Menschen, FFP2-Masken bieten zusätzlich viel Selbstschutz.

Wie gut die oft selbstgenähten Alltagsmasken aus Stoff Tröpfchen aufhalten, hängt unter anderem von der Maschenweite des verwendeten Stoffes und der Passform ab. Es ist wichtig, sie regelmäßig bei mindestens 60 Grad zu waschen.

Der medizinische Mund-Nasen-Schutz, auch OP-Maske genannt, besteht in der Regel aus drei Lagen Kunststoff-Vlies. Die Masken müssen bestimmte Anforderungen erfüllen und sind grundsätzlich zum einmaligen Tragen gedacht.

Die dichteren, ebenfalls aus Vlies gefertigten Feinstaubmasken der Klassen FFP2, N95 oder KN95 besitzen in der Regel zusätzlich elektrostatisches Material, an dem kleine Partikel gebunden werden. Die elektrostatische Wirkung verliert sich bei längerer Nutzung.

Passform wichtig

Experten zufolge sind FFP2-Masken für den Selbst- und Fremdschutz nur dann wirklich gut wirksam, wenn sie korrekt getragen werden. Dafür muss die Maske sehr dicht am Gesicht anliegen. „Durch eine Stoffmaske atme ich immer zumindest zum Teil hindurch, aber wenn bei einer FFP2-Maske irgendwo am Gesicht eine kleine Lücke bleibt, geht fast alle Luft dort hindurch - und mit ihr das Virus“, erklärt der Leiter des Bereichs Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Johannes Knobloch. Für Männer gilt zudem: kein Bart, sonst sitzt die Maske nicht und es gibt keine Schutzwirkung.

Wie die OP-Masken sind Feinstaubmasken Einwegprodukte, ausgelegt als Arbeitsschutz für eine Acht-Stunden-Schicht. „Für den privaten Bereich im Alltag kann die Maske allerdings auch öfter benutzt werden, etwa für den Einkauf oder die Fahrt zur Arbeit mit dem öffentlichen Nahverkehr“, hieß es vom TÜV-Verband.

NWZonline.de/gesundheit
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