Santa Cruz De La Palma - Das wohl von einem Deutschen verursachte Feuer auf der Kanaren-Insel La Palma ist auch nach 48 Stunden noch außer Kontrolle gewesen. Bis Freitagnachmittag hatte der Brand nach jüngsten Behördenangaben im Süden des spanischen Urlaubs- und Naturparadieses bereits mehr als 3000 Hektar Pinienwald zerstört – eine Fläche, die größer als die Nordseeinsel Norderney ist. Touristen waren nicht direkt betroffen.
Während sich die Flammen in den Gemeinden El Paso und Fuencaliente weiter durch die schwer zugänglichen Hügel um den Naturpark Cumbre Vieja Richtung Süden fraßen, wuchs bei den Verantwortlichen und den Anwohnern die Sorge. „Das ist die Hölle“, sagte ein älterer Anwohner dem spanischen TV-Sender „RTVE“ den Tränen nahe.
Ein 27-jähriger Deutscher ohne festen Wohnsitz habe eingeräumt, im Freien seine Notdurft verrichtet und das benutzte Klopapier anschließend angezündet zu haben, hatte die paramilitärische Polizeieinheit Guardia Civil (Zivilgarde) mitgeteilt. Der schon am Mittwoch festgenommene Mann sollte einem Richter vorgeführt werden. Ihm droht eine Haftstrafe.
