Frankenthal - Am Landgericht im pfälzischen Frankenthal hat am Dienstag der Prozess um die Gasexplosion auf dem Gelände des Chemieunternehmens BASF begonnen. Angeklagt ist ein 63 Jahre alter Mann aus Mannheim. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, bei Schweißarbeiten eine falsche Leitung angeschnitten zu haben. Dies habe das Unglück auf dem Werksgelände in Ludwigshafen am 17. Oktober 2016 verursacht.

Die Anklage lautet auf fahrlässige Tötung sowie Körperverletzung und fahrlässiges Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion. Das Landgericht soll unter anderem klären, ob die Rohre deutlich gekennzeichnet waren. Geplant sind 13 Verhandlungstermine bis Ende März. Die Staatsanwaltschaft will 42 Zeugen vernehmen, sie hat zehn Sachverständige benannt.

Bei dem Unfall oder als Folge davon kamen fünf Menschen ums Leben. 44 Menschen wurden verletzt. Der Angeklagte war ebenfalls schwer verletzt worden u nd ist nicht mehr arbeitsfähig.