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Lkw-Anhänger verliert Rad auf der Autobahn
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Teilsperrung Der A28
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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Die größte Evakuierung der Nachkriegsgeschichte läuft

03.09.2017

Frankfurt Am Main /Koblenz Rund 90 000 Menschen müssen in Frankfurt und Koblenz an diesem Wochenende ihre Wohnungen verlassen, weil in ihrer Nähe Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurden. In Frankfurt läuft derzeit mit fast 70 000 Betroffenen die größte Evakuierungsaktion in der Geschichte der Bundesrepublik.

Dort soll am Sonntag eine 1,8 Tonnen schwere Luftmine am Universitäts-Campus Westend unschädlich gemacht werden. Patienten aus zwei Krankenhäusern in der Sperrzone wurden am Samstag verlegt, wie Sprecher von Polizei und Feuerwehr berichteten. „In den Kliniken sind wir in den letzten Zügen. Die Evakuierung der Altenheime wird noch länger dauern“, sagte ein Feuerwehrsprecher am Nachmittag.

Von der größten Geburtsstation Hessens im Frankfurter Bürgerhospital wurde am Samstag das letzte Baby verlegt, wie Steffen Kunzmann, Chefarzt der Neonatologie, sagte. Bereits seit Donnerstag seien nach und nach Neugeborene wegtransportiert worden. „Die Solidarität der umliegenden Kliniken ist fantastisch. Alle haben sofort ihre Unterstützung angeboten“, erklärte Kunzmann. Insgesamt waren 20 Babys betroffen.

Aus dem Bürgerhospital mit 320 Betten mussten laut Klinikangaben etwas mehr als 100 Patienten verlegt werden. Patientinnen der Gynäkologie wurden in das Klinikum Frankfurt Höchst gebracht. Auf der Nibelungenallee bildeten Rettungswagen vor der Klinik eine lange Warteschlange, bevor sie auf den Klinikhof fahren und Patienten übernehmen konnten.

Die Stadtpolizei verteilte am Samstag im Sperrgebiet Flyer, mit denen die Anwohner noch einmal auf die Evakuierung hingewiesen wurden. Über den Kurznachrichtendienst Twitter informierte auch die Feuerwehr zur Evakuierung. „Verlassen Sie die Wohnung „urlaubsreif““, hieß es dort unter anderem. Auch baten die Einsatzkräfte betroffene Frankfurter darum, Nachbarn zu informieren, die vielleicht noch nichts von der Evakuierung gehört hätten.

Damit Einbrecher und andere Kriminelle das nicht ausnutzen können, wollte die Polizei bereits am Samstag mit mehr Kräften als sonst in den betroffenen Stadtteilen unterwegs sein.

Die Bombenentschärfungsaktion in Koblenz begann am Samstag mit geringer Verzögerung, weil einige Menschen ihre Wohnungen in der Sperrzone erst nach intensiveren Gesprächen verlassen wollten. In zwei Fällen hätten Wohnungen vom Ordnungsamt geräumt werden müssen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Schließlich sei um 15.25 Uhr das Gebiet für den Kampfmittelräumdienst freigegeben worden. Die Entschärfung war für Samstagnachmittag geplant.

Fast ein Fünftel der 113 000 Einwohner von Koblenz mussten ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Geräumt wurde eine Sperrzone mit einem Radius von einem Kilometer. Darin leben 21 000 Menschen. In der Sperrzone liegen auch zwei Bahnhöfe, ein Krankenhaus, zwei Altenheime, das Bundesarchiv, Schulen und Kitas sowie das Koblenzer Gefängnis. Dessen Häftlinge waren schon zuvor auf andere Justizvollzugsanstalten verteilt worden.

Ein 500-Kilogramm-Blindgänger US-amerikanischer Herkunft war am Montag bei Bauarbeiten für einen Kindergarten im Stadtteil Karthause gefunden worden.

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