London/Den Haag - Der seit einem Lawinenunglück in Österreich im Koma liegende niederländische Prinz Johan Friso zeigt „ab und zu Anzeichen von sehr geringem Bewusstsein“. Das erklärte das niederländische Königshaus am Montag. Welche Anzeichen dies sind, wurde nicht mitgeteilt. Die Prognose für den 44-Jährigen sei weiter ungewiss, und das Londoner Ärzteteam des Prinzen weiter „sehr besorgt“. Bis es Klarheit über den Zustand gebe, werde es noch Monate dauern.

Der zweitälteste Sohn von Königin Beatrix war Mitte Februar bei einem Skiausflug in Lech am Arlberg abseits der Piste verschüttet worden. Zum Zeitpunkt des Unglücks galt in der Region die zweithöchste Lawinen-Warnstufe. Nach dem Unfall lag Friso 20 Minuten unter dem Schnee und erlitt einen längeren Herzinfarkt, ehe er wiederbelebt und in die Innsbrucker Uniklinik geflogen werden konnte. Nach Angaben seiner Ärzte erlitt er dauerhafte Schäden im Gehirn.

Später wurde er in das Londoner Wellington-Krankenhaus ausgeflogen. Damals waren die Ärzte nicht sicher, ob der Prinz jemals wieder zu Bewusstsein kommen wird.