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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Prozess: Gericht hält Geständnis für lückenhaft

30.07.2011

KREFELD Das Geständnis von Mircos mutmaßlichem Mörder ist nach Ansicht des Krefelder Landgerichts lückenhaft. „Es bestehen ernsthafte Zweifel, ob das alles war, was es zu gestehen gibt“, sagte der Vorsitzende Richter Herbert Luczak am Freitag. Dies werde Einfluss auf das Strafmaß und die Beurteilung der besonderen Schwere der Schuld haben. „Lebenslang kann tatsächlich lebenslang sein. Glauben Sie nicht, lebenslang sind nur 15 Jahre“, sagte Luczak dem Angeklagten. Doch der wollte sich nicht mehr äußern.

Zuvor hatte eine Zeugin ausgesagt, dass ein verdächtiger Kombi schon mehr als zwei Stunden vor der Entführung an der Stelle parkte, an der Mirco gekidnappt wurde. Der Angeklagte Olaf H. hatte gesagt, die Tat sei spontan gewesen. Er habe an der Stelle nur kurz angehalten, als Mirco angeradelt kam.

Zweifel an den verschiedenen Geständnis-Versionen äußerte auch ein Vernehmungsbeamter. „Es ist der Eindruck geblieben, dass nicht alles gesagt wurde“, sagte er im Zeugenstand. Olaf H. habe bei der Vernehmung oft minutenlang nachgedacht, bevor er eine Antwort gegeben habe. Er sei meist emotionslos, distanziert und seltsam gewesen.

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Mircos Eltern waren erneut in den Gerichtssaal gekommen und folgten dem gesamten Verhandlungstag. Sie sahen sich auch einen 52-minütigen Videofilm an, mit dem die Polizei die Fahrstrecke des mutmaßlichen Kindsmörders und damit den letzten Weg im kurzen Leben ihres Sohnes rekonstruierte.

Der Zehnjährige war am 3. September vergangenen Jahres in Grefrath auf dem Nachhauseweg entführt und ermordet worden. Fünf Monate später wurde die Leiche des Jungen in einem Waldstück entdeckt. Der Angeklagte selbst hatte die Ermittler zu der Stelle geführt.

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