New York - In New York haben am Samstag Tausende von Bürgern gegen Polizeigewalt demonstriert. Sie folgten im Stadtteil Staten Island der Familie des am 17. Juli im Würgegriff eines weißen Polizisten umgekommenen Schwarzen Eric Garner und dem Bürgerrechtler Al Sharpton, die an der Spitze des Protestzuges gingen.
Die Polizei schätzte die Menge auf 2500 Menschen. Die Kundgebung begann an der Kreuzung, an der Garner gestellt wurde. Ein Polizeibeamter riss ihn, wie in einem weit verbreiteten Video zu sehen ist, mit einem Würgegriff zu Boden. Diese Art der Gewaltanwendung ist bei der New Yorker Polizei eigentlich verboten.
Auf einem Spruchband stand: „Wie werden nicht zurück gehen, Marsch für Gerechtigkeit.„ Auf anderen standen das nach dem Tod eines schwarzen Jugendlichen duch Polizeikugeln in Missouri bekannt gewordene „Hands Up, Don“t Shoot“ und Garners letzte Worte: „Ich kann nicht atmen.“
Vor der Kundgebung hatte Sharpton in einer Kirche dazu aufgerufen, gewaltfrei zu demonstrieren. Er forderte erneut, dass die Bundespolizei den Fall von der New Yorker Polizei übernimmt. Der 43-jährige Garner, Vater von sechs Kindern, wurde in den Würgegriff genommen, nachdem ihn Polizisten wegen des Verkaufs loser Zigaretten angehalten hatten.
