Von Rainer Tittelbach
Frage:
Sie spielen für alle Sender, haben Riesen-Einschaltquoten. Wie erklären Sie sich diese Popularität?Millowitsch:
Keine Ahnung. Ich kann nur sagen, dass ich versuche, die Figuren, die ich spiele, immer ernst zu nehmen. Und ich denke, dass alle Figuren, die ich spielen durfte, auch Konfliktpotenzial hatten. Die waren nie stromlinienförmig, sie waren auch gebrochen, hatten ihre Probleme und haben auch mal „Mist gebaut“. Es waren nie überlebensgroße Helden, es waren normale Menschen.Frage:
Wie viel Mariele Millowitsch steckt in Ihren Rollen?Millowitsch:
Sicher ein großer Teil. In der Art, wie ich mich bewege oder wie ich rede, finden Sie immer Teile von mir wieder. Sicher auch in puncto „patente Frau“. Ich bin nun einmal jemand, der gut zugreifen kann und flexibel ist und sich nicht so schnell scheu machen lässt, wenn es im Leben mal nicht so läuft, wie es soll. Ich stecke nicht den Kopf in den Sand, sondern versuche, es zu ändern.Frage:
Sie sind eine Volksschauspielerin im besten Sinne. Ist also was dran an dem Sprichwort vom Apfel, der nicht weit vom Baum fällt?Millowitsch:
Ganz sicher. Ich bin im Theater groß geworden und habe meinem Vater immer auf die Finger geschaut. Das meiste, was ich kann, das habe ich von Willy gelernt.RZPHeute um 21.15 Uhr startet bei RTL die letzte Staffel von „Nikola“. Die Titelrolle spielt Mariele Millowitsch (49, Bild).
