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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Mehr Drohnen über Flughäfen

20.08.2018

Hamburg /Hannover /Bremen Über deutschen Flughäfen sind immer mehr Drohnen unterwegs. 2018 wurden erstmals mehr als 100 dieser kleinen Flugobjekte an Airports gesichtet, berichtet Deutsche Flugsicherung (DFS). Das waren bis einschließlich 12. August schon mehr Beobachtungen als im gesamten Vorjahr mit 88 Fällen. In den beiden Jahren davor waren es 64 (2016) und 14 (2015) Sichtungen.

Seit Oktober 2017 gelten verschärfte Regeln für den Drohnenflug, über Flughäfen sowie im An- und Abflugbereich ist er laut Verordnung verboten. „Unser Kernthema ist die Sicherheit im Luftraum, hier tragen wir die Verantwortung. Die steigende Anzahl von Drohnensichtungen beobachten wir daher sehr aufmerksam und mit Sorge“, sagte DFS-Chef Prof. Klaus-Dieter Scheurle.

Die meisten Drohnen wurden im laufenden Jahr – wie auch 2017 – im An- und Abflugbereich des Frankfurter Airports gesichtet: Es waren bis Mitte August 20 (2017: 15). Es folgen München mit 12 (7) vor Berlin-Tegel mit 9 (11). Hamburg verdoppelte sich auf 8 (2017: 4) gesichtete Objekte. Köln/Bonn kommt auf 7 (4), Berlin-Schönefeld auf 6 (5), Stuttgart auf 4 (2), Bremen ebenso auf 4 (2), Düsseldorf auf 2 (8). Die übrigen Sichtungen erfolgten an kleineren Flughäfen wie Nürnberg, Dresden und Erfurt. 18 Mal fielen Drohnen laut Flugsicherung weiter entfernt von den Airports auf. In Hannover gab es seit Jahresbeginn noch keinen solchen Zwischenfall.

Drohnenpiloten müssen laut Verordnung an Flughäfen einen Abstand von 1,5 Kilometern zum Zaun einhalten, denn die unbemannten Flugobjekte mit vier Rotoren und Kamera sind eine Gefahr für den Flugverkehr. Direkt über „sensiblen Zonen“ wie zum Beispiel Flughäfen sind Drohnenflüge strikt verboten.

Drohnen seien nicht auf dem Radar zu sehen, teilte die DFS mit. Sie erhält ihre Angaben von Flugzeug-Piloten, wenn sie die Objekte beim An- oder Abflug entdecken. 2016 war ein Lufthansa-Airbus bei der Landung in München beinahe mit einem Quadrocopter zusammengestoßen. Seit Oktober 2017 müssen große Geräte gekennzeichnet sein, manche brauchen eine Aufstiegserlaubnis.

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