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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Proteste begleiten Kreuzfahrtschiffe

14.09.2019

Hamburg In weißen Arztkitteln, mit Mundschutz und Stethoskop haben Mitglieder des Naturschutzbundes (Nabu) am Freitagmittag an den Hamburger Landungsbrücken gegen die „Cruise Days“ protestiert, zu denen bis Sonntagnachmittag zwölf Kreuzfahrtschiffe im Hafen der Hansestadt erwartet werden. „Uns stinkt’s“ stand auf Handzetteln und Bannern. Der Nabu wirft Reedereien vor, den Umweltschutz weiter „massiv zu vernachlässigen“.

In europäischen Gewässern sind laut Nabu rund 100 Kreuzfahrtschiffe unterwegs, die mit ihren Abgasen die Gesundheit der Menschen, die Umwelt und das Klima belasteten. Größte Probleme seien der Ruß, Stickoxide und der Feinstaub, der durch alle Poren bis in die Lungen dringe. Dafür standen symbolisch die Stethoskope der Nabu-Aktivisten: „Wir wollen, dass Sie ihre Lunge rasseln hören“, hieß es. Nur ein kleiner Teil der Flotte wird sauberer, heißt es beim Nabu, das Gros der Branche setzt weiterhin auf Schweröl und verzichtet auf den Einsatz von Abgastechnik. Der Nabu erfasste in diesem Jahr erstmalig Technologien zum Klimaschutz im Bereich der Antriebe und der Energieversorgung, die nun in einer gesonderten Kategorie ausgewiesen sind.

Zu den „Cruise Days“ werden mehr als 500 000 Menschen im Hafen und an der Elbe erwartet. Unter den Schiffen sind die „MSC Preziosa“, „Mein Schiff 4“, „Aida Perla“, „Europa“ und „World Explorer“. Zur Parade am Samstag soll es am Abend an den Landungsbrücken ein Feuerwerk mit Lasershow geben.

Seit ihrer ersten Auflage im Jahr 2008 haben sich die „Cruise Days“ zu einer der wichtigsten Eventsäulen für die Hansestadt entwickelt. Wie keine andere Veranstaltung inszenieren sie alle zwei Jahre den Hafen als spektakuläre Bühne für die Welt der Kreuzfahrt. Zahlreiche Programmhöhepunkte auf dem Wasser und ein vielseitiges Landprogramm sollen auch in diesem Jahr hunderttausende kreuzfahrtbegeisterte Besucher aus aller Welt in den Hamburger Hafen locken. Dabei unterscheide sich das Ereignis deutlich von anderen Großveranstaltungen: Mit dem Konzept der „Themeninseln“ entlang der Hafenkante wird die Eventfläche bewusst entzerrt.

„Im Hafen spürt man, wofür Hamburg steht: Hamburg ist eine Stadt des Ankommens“, sagte Michael Otremba, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH. „Mit den ,Cruise Days’ kommunizieren wir diese Botschaft in die Welt. Im Zusammenspiel mit dem Kunstprojekt Blue Port Hamburg können Einwohner und Gäste die Identität der Stadt auf einzigartige Weise erleben.“

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