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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Schmerzensgeld nach Arm-Amputation

11.08.2017

Hamm /Herne Das Oberlandesgericht Hamm hat einem Patienten 50 000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen, dessen rechter Unterarm nach einer falschen Behandlung mit einer Gipsschiene amputiert werden musste. Der verantwortliche Hausarzt aus Herne habe bei der Nachsorge einen groben Behandlungsfehler begangen, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Urteil.

Der Mediziner hätte die Möglichkeit eines sogenannten Kompartmentsyndroms abklären lassen müssen, als beim Patienten kurz nach Anlegen der Schiene typische Beschwerden wie eine deutliche Schwellung mit Hämatom und starke Schmerzen aufgetreten waren.

Nachdem das Landgericht Bochum im vergangenen Jahr die Klage des Mannes noch abgewiesen hatten, entschieden die Richter in Hamm nun in zweiter Instanz zu seinen Gunsten. Nach dem Gutachten eines medizinischen Sachverständigen habe es der Allgemeinmediziner in dem Fall versäumt, frühzeitig einen Chirurgen hinzuzuziehen, erklärten die Richter in Hamm. Ein Kompartmentsyndrom, bei dem durch erhöhten Druck in den Muskellogen des Unterarms oder -beins Blutgefäße, Muskeln und Nerven geschädigt werden, sei eine schwerwiegende Erkrankung, die zum Verlust von Gliedmaßen führen könne.

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