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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Warum ohne Insekten unsere Regale leer wären

16.05.2018

Hannover Wer montags immer seinen Kaffeevorrat auffüllt, wird an diesem Morgen vor leeren Regalen im Penny in Hannover-Langenhagen gestanden haben. Denn der Supermarkt hatte zum Wochenstart eine Überraschung für seine Kunden geplant. Anlässlich des Weltbienentages der UNO nahm der Discounter alle Produkte aus dem Sortiment, bei denen Insekten ihre Fühler im Spiel haben. Grund für die PR-Aktion „Stummer Frühling“, die in Zusammenarbeit mit dem niedersächsischen Umweltministerium und dem Naturschutzbund (Nabu) stattgefunden hat, sei der dramatische Rückgang von Insekten. Der Nabu machte dafür die industrielle Landwirtschaft verantwortlich.

Um Kunden über die Folgen des Insektensterbens zu informieren, fehlten an diesem Montag von den 2500 Produkten rund 1500 im Penny-Sortiment. „Eine Welt ohne Bienen wäre fundamental anders – damit wollen wir sie hier konfrontieren”, sagte ein Sprecher der Rewe-Gruppe, zu der Penny gehört, gegenüber Spiegel Online. Neben Kaffee und Honig fehlten an diesem Morgen zahlreiche Obst- und Gemüsesorten, Kakao, Fertiggerichte und Pflegeprodukte. Diese Produkte hängen laut Unternehmen mit direkter oder indirekter Insektenbestäubung zusammen.

Nach Angaben des Nabu sind Artenrückgänge von bis zu 70 Prozent zu verzeichnen. Die Organisation fordert ein „Umdenken in der Landwirtschaft“. Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) sagte am Montag in der Filiale, dass die Konsequenzen eines ungebremsten Insektensterbens hier vor Augen geführt werden. Er fordert in einem Video auf Twitter zu mehr wissenschaftlichen Untersuchungen auf, da man mehr über das Insektensterben erfahren müsste.

Nathalie Langer
Volontärin, 1. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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