Hamburg - Die schweren Schäden an vier Windkraftanlagen in den Monaten Dezember und Januar sind möglicherweise auf eine gemeinsame technische Ursache zurückzuführen. Nach einem Bericht von „Spiegel Online“ deuten die bisherigen Untersuchungen der Unfallursachen darauf hin, dass sich die Rotorblätter der Anlagen zu spät aus dem Wind gedreht haben, als der zu stark für einen sicheren Betrieb wurde.

Die betroffenen Anlagen, die teilweise umfielen oder deren Rotorblätter abknickten, waren allesamt mehr als 15 Jahre alt. In Niedersachsen knickte Anfang Januar ein knapp 100 Meter hohes Windrad in Neu Wulmstorf im Landkreis Harburg um. Die anderen betroffenen Windräder standen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen.

Bei der älteren Baureihe ist noch ein hydraulisches und kein elektronisches System in Betrieb, das mehr Wartung erfordere. Nach Schätzungen sind noch mehr als 150 ähnliche Anlagen in Deutschland in Betrieb.