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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Heftiger Streit um Blutergüsse

23.09.2010

MANNHEIM Im Prozess gegen Wettermoderator Jörg Kachelmann sorgt ein Gutachten über Blutergüsse des mutmaßlichen Opfers für Zündstoff. Aus Sicht des Gutachters der Verteidigung kann sich die 37-Jährige die Verletzungen selbst zugefügt haben, um eine Vergewaltigung vorzutäuschen. Auch wird in dem Gutachten unterstellt, dass die langjährige Geliebte vor der angeblichen Tat „Selbststudien“ gemacht habe, um herauszufinden, wie Hämatome entstehen. Die Anklage lehnt den Gutachter jedoch als befangen ab.

Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge hat Zweifel an der Unvoreingenommenheit des Experten. Er stellte am Mittwoch vor dem Mannheimer Landgericht einen Befangenheitsantrag gegen den rechtsmedizinischen Gutachter Bernd Brinkmann. Das Gericht will zu einem späteren Zeitpunkt darüber entscheiden. Zudem wurde bekannt, dass sich der Prozess bis Weihnachten hinziehen kann.

Der 52 Jahre alte Moderator ist angeklagt, in der Nacht zum 9. Februar seine Geliebte mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben. Er selbst beteuert seine Unschuld. Die 37-Jährige hatte Blutergüsse an den Schenkeln und eine Verletzung am Hals. Die Verletzung entstand laut Anklage, als Kachelmann ihr ein Küchenmesser an die Kehle drückte.

In Brinkmanns Gutachten wird sowohl bezweifelt, dass der Schweizer der Frau die Halsverletzung während des Geschlechtsverkehrs zugefügt haben kann, als auch, dass Kachelmann ihr die Hämatome beigebracht hat.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde am Mittwoch über dreieinhalb Stunden lang die 70-jährige Mutter des Opfers gehört. Die Befragung gehe in den familiären und persönlichen Bereich, begründete dies der Vorsitzende Richter Michael Seidling.

Gehört wurden auch zwei Angestellte des Hotels, in dem Kachelmann am 9. Februar eingecheckt hatte, nachdem er der Anklage zufolge wenige Stunden zuvor seine Freundin vergewaltigt hatte.

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