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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Prozess: Falsche Polizisten sorgen für Angst

08.11.2018

Heidelberg Alles fing mit dem Telefonläuten an. Der Griff zum Hörer kostete Susanne K. (Name geändert) den Schmuck, die Wertsachen und viel Bargeld. Rund 300 000 Euro Gesamtschaden – im Leben der Frau aus Sinsheim bei Heidelberg ist seit dem Abend des 19. Februar 2018 nichts mehr wie es war. Susanne K. schildert die Ereignisse am Mittwoch dem Landgericht Heidelberg. Dort muss sich ein 30-Jähriger wegen des Falsche-Polizisten-Tricks verantworten muss. Als angeblicher Polizeibeamter soll er laut Anklage die 64 Jahre alte Frau um ihre Habseligkeiten gebracht haben.

Sie gehört zu den zahlreichen älteren Menschen in Deutschland, die auf die Polizisten-Masche hereingefallen sind. Die beiden vermeintlichen Beamten des Polizeipräsidiums Mannheim schilderten ihr die Festnahme eines Einbrechers, bei dem eine Liste mit 47 potenziellen Opfern – darunter auch sie – gefunden worden sei. Bei ihrem eine Straße weiter lebenden Sohn sei bereits eingebrochen worden. Auch andere mit richtigen Namen genannte Nachbarn seien betroffen. Später erweckten sie den Eindruck, dass ein Einbrecher bereits im Garten sei. Von einer Pistole und Betäubungsgas war die Rede.

Die frühere Sekretärin stopfte schließlich Uhren, Schmuck, Münzen, Bargeld sowie den Fahrzeugbrief eines neu gekauften Jeeps in eine Plastiktüte. Dann traf sie auf den von den beiden Anrufern angekündigten Kollegen. Als diesen sogenannten Abholer identifizierte sie nach eigenen Worten den Angeklagten im Gerichtssaal. „Ich bin wirklich sicher, dass er das ist.“ Jetzt lebe sie in Angst und könne nur noch schlecht schlafen.

Der Angeklagte wurde zwei Tage nach dem Fall in Sinsheim auf frischer Tat festgenommen. Er sollte bei einem 74-Jähringen in Magstadt bei Stuttgart einen Umschlag mit 47 000 Euro abholen. Doch die Polizei hatte Wind bekommen und ertappte ihn. Wegen des versuchten Betruges an dem alten Mann ist er zu zwei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Der 30-Jährige bestreitet die Tat und will an dem Abend im westfälischen Hagen gewesen sein; ein Zeuge sagt, er könne das bestätigen.

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