Hannover - In der Debatte um den umstrittenen Text des Liedes „Marionetten“ hat der Sänger Xavier Naidoo Unterstützung von seinem Kollegen Heinz Rudolf Kunze bekommen. Er halte den Text keinesfalls für einen Skandal, sagte Kunze der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“: „Ich halte es für den poetischen Ausrutscher eines Songschreibers, der sich aus einer wütenden aggressiven Grundlaune heraus auf dem Papier vergaloppiert hat.“ So etwas könne leicht passieren.

Wegen umstrittener Textpassagen, die von vielen als rechtspopulistisch empfunden werden, haben einige Radiosender entschieden, das Lied von Naidoo und seiner Band „Die Söhne Mannheims“ nicht zu spielen. „Bremen Vier“ sagte die Präsentation eines Konzerts der „Söhne Mannheims“ ab. Politiker fordern vom NDR, ein ähnliches Zeichen zu setzen und die „Söhne Mannheims“ vom Plaza-Festival in Hannover auszuladen. Kunze gehen diese Forderungen derzeit zu weit: „Im Zweifelsfall verteidige ich die Freiheit der Kunst.“