HERBOLZHEIM - Ein fünfjähriger Junge, der tot in einem Weinberg bei Herbolzheim (Baden-Württemberg) gefunden wurde, könnte bei einem Brandunfall ums Leben gekommen sein. Laut Obduktion der Leiche führte ein sogenannter Verbrennungsschock in Verbindung mit einer Unterkühlung zum Tod, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. „Nach jetzigem Stand der Ermittlungen ist davon auszugehen, dass es an einer Feuerstelle zu einer Art Verpuffung gekommen war, die den Brandschock bei dem Kind verursachte“, sagte ein Polizeisprecher.

Einzig der Vater des Jungen stehe bisher mit dem Unglück in Verbindung. Der 41-Jährige ist in Gewahrsam und gibt laut Polizei an, einen Gedächtnisschwund zu haben. Er gilt als psychisch belastet.

Es gebe keine Spuren äußerer Gewalteinwirkung, sagte Oberstaatsanwalt Wolfgang Maier. „Es kann ein Unglück gewesen sein, es kann aber auch sein, dass der Vater am Tathergang beteiligt war“, so Maier. Die Obduktion lasse mehrere Abläufe zu.

Die Auswertung der Spuren dauert an. Die Untersuchungen werden laut Polizei dadurch erschwert, dass beide Elternteile gesundheitlich stark angeschlagen seien.