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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Höchststrafe für Jacksons Arzt

30.11.2011

LOS ANGELES Der Mediziner des „King of Pop“ muss ins Gefängnis: Michael Jacksons früherer Leibarzt Conrad Murray ist am Dienstag in Los Angeles wegen fahrlässiger Tötung zu der möglichen Höchststrafe von vier Jahren verurteilt worden. Die Geschworenen hatten ihn bereits Anfang November nach einem sechswöchigen Prozess für schuldig befunden. Jackson war am 25. Juni 2009 an einer Überdosis von Narkose- und Schlafmitteln gestorben.

Richter Michael Pastor setzte nun das Strafmaß fest. Er hätte den 58-Jährigen auch auf Bewährung freilassen können. Jacksons Mutter und mehrere Geschwister des Sängers waren zugegen, als der Richter seine Entscheidung verkündete. In einer kurzen Stellungnahme ließen sie durch ihren Anwalt verkünden, sie würden Michael jeden Tag nachtrauern, jedoch keine Rache suchen.

Pastor fand harte Worte für Murray, der während der Strafmaßverkündung meistens wie versteinert dasaß. Der Herzspezialist habe seine ärztlichen Pflichten andauernd verletzt, gelogen und betrogen. Er habe keinerlei Reue gezeigt und sogar dem Patienten eine Mitschuld gegeben.

Staatsanwalt David Walgren hatte in der Anhörung die Höchststrafe gefordert, weil Murray nach seinen Worten „grob fahrlässig“ viele Fehler gemacht und seinen Patienten vernachlässigt habe sowie außerdem seine Taten nach dem Tod des Popstars zu vertuschen versucht habe. Walgren zufolge spielte Murray mit Jacksons Leben „russisches Roulette“, indem er ihm täglich das starke Narkosemittel Propofol spritzte. Über eine von der Staatsanwaltschaft beantragte 100-Millionen-Entschädigung für die Familie will der Richter später entscheiden.

Der Angeklagte selbst ergriff am Dienstag nicht das Wort, um den Richter um eine milde Strafe zu bitten. Auch während des Prozesses hatte er geschwiegen. Sein Anwalt Ed Chernoff stellte Jackson noch einmal als reichen und mächtigen Patienten dar, der den Arzt ständig um Medikamente angebettelt habe.

Rechtsexperten gehen davon aus, dass der Mediziner nur einen Teil seiner Haftzeit tatsächlich hinter Gittern verbringen muss. Weil die Gefängnisse in Kalifornien überfüllt sind, werden viele Insassen, die keine Vorstrafen haben, vorzeitig entlassen. Murray, der als Arzt zuvor nie straffällig wurde, könnte so auch unter Haus­arrest gestellt werden.

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