Hamburg - Der „Terminator“ war zu Tränen gerührt, Plaudertasche Hape Kerkeling zeigte sich fast sprachlos und auch ein selten gewordener Gast saß im Publikum. Der ehemalige Fußball-Manager Rudi Assauer tritt seit seiner Alzheimer-Diagnose nur noch selten öffentlich auf, aber die Jubiläumsgala der Goldenen Kamera ließ er sich nicht entgehen. Die von Thomas Gottschalk moderierte 50. Ausgabe des Film- und Fernsehpreises bot das eine oder andere Highlight. Nach mauen Quoten im Vorjahr war das Interesse der Fernsehzuschauer wieder etwas größer.

Schauspieler und Ex-Gouverneur Arnold Schwarzenegger (67, „Terminator“) hatte Tränen in den Augen, als ihm sein Kollege und Kumpel Danny DeVito (70, „Twins – Zwillinge“) die Goldene Kamera für sein Lebenswerk überreichte. DeVito scherzte auf der Bühne, dass er mit Verspätung zur Gala gekommen sei, weil ihn sein Weg erst nach Berlin geführt habe. Die Hansestadt hatte sich die Goldene Kamera nach Jahrzehnten wieder zurückerobert.

Weniger tränenreich erstaunte Hape Kerkeling (50), als er sich „bei der Jury, den Fans, meiner Oma und meinem Mann“ bedankte. Sein Privatleben hält Kerkeling eher bedeckt, seit er 2011 die Trennung von seinem Lebensgefährten Angelo Colagrossi ­ öffentlich gemacht hatte.

Ein Selfie mit dem „Terminator“ – für den Sänger Olly Murs war das ein wichtigeres Ziel an dem Abend als seine Auszeichnung als bester internationaler Sänger. In der Kategorie „Beste Musik National“ wurde Herbert Grönemeyer (58) ausgezeichnet.

Besonders die weiblichen Gäste waren von dem zweifachen Oscar-Preisträger Kevin Spacey angetan. „Moin, Moin“, begrüßte der 55-Jährige das Hamburger Publikum und nahm den Preis als bester Schauspieler international an.

„Voller Respekt und Bewunderung“, würdigte Laudatorin Iris Berben (64) ihre amerikanische Kollegin Susan Sarandon (68), die die Auszeichnung für ihr Lebenswerk erhielt. Der Hollywood-Star legte nach Dankesworten noch eine kurze politische Rede nach. „Künstler sollen ein schonungsloses Sprachrohr der Gesellschaft sein“ und sich gegen Rassismus und Ausgrenzung einsetzen.