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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Der Kampf gegen die Jahrhundertflut

29.08.2017

Houston Das Jahrhunderthochwasser in Texas hat in weiten Teilen des US-Staates Verwüstungen angerichtet. Vor allem in Houston, der viertgrößten Stadt der USA, standen ganze Viertel unter Wasser und die Meteorologen sagten für die kommenden Tage noch mehr Regen voraus. Selbst wenn Tropensturm „Harvey“ endlich abziehe, werde das Wasser nur langsam abfließen, warnte der Nationale Wetterdienst am Montag.

Die Einsatzkräfte waren vom schieren Ausmaß der Überschwemmungen überwältigt. Bisher seien mindestens 2000 Menschen gerettet worden, 185 weitere Notrufe müssten Stand Montagmorgen (Ortszeit) noch abgearbeitet werden, sagte Polizeichef Art Acevedo.

Teile von Houston mussten evakuiert werden, weil Wasserreservoirs und Flüsse über die Ufer zu treten drohten. „Die Ausdehnung und Intensität dieser Regenfälle übersteigt alles, was wir bisher erlebt haben“, hieß es in einer Mitteilung des Nationalen Wetterdienstes. Der Direktor der Katastrophenschutzbehörde Fema, Brock Long, sprach von einer historischen Katastrophe. 50 Bezirke von Texas seien betroffen und US-Präsident Donald Trump erklärte auch für Teile Louisianas den Notstand. Er und seine Frau Melania wollen sich am Dienstag selbst ein Bild von den Schäden machen.

Vizepräsident Mike Pence versprach den betroffenen Bewohnern, die Regierung werde sie auf lange Sicht beim Wiederaufbau unterstützen. Fema-Direktor Long sagte, seine Behörde werde noch jahrelang mit den Folgen von „Harvey“ zu tun haben.

Der war Freitagnacht (Ortszeit) als Monster-Hurrikan der zweitstärksten Kategorie 4 auf Land getroffen. Er schwächte sich zwar zu einem Tropensturm ab, bewegte sich aber kaum voran und setzte dadurch den Großraum Houston mit gewaltigen Niederschlagsmengen unter Wasser.

Straßen waren teilweise nur noch mit Booten befahrbar, viele Bewohner flüchteten auf Hausdächer, die Einsatzkräfte kamen bei den Notrufen nicht mehr hinterher und griffen nur ein, wenn es um Leben und Tod ging. Ansonsten waren die Bewohner auf sich alleine gestellt. Die Katastrophenschutzbehörde Fema rief Freiwillige zur Mithilfe auf. Tausende wurden in Notunterkünften untergebracht.

Trotz dieser weitflächigen Zerstörung waren bis Montag nur zwei Todesfälle durch „Harvey“ bestätigt.

Die Sorge der Behörden galt vor allem den beiden Wasserreservoirs Addicks und Barker, die Houston eigentlich vor Überschwemmungen schützen sollen. Sie drohten über die Ufer zu treten oder zu bersten, weil der Regen immer mehr wurde. Über Schleusen wurde kontrolliert Wasser abgelassen, doch auch dadurch drohten Tausende Häuser unter Wasser gesetzt zu werden. Die Behörden rieten den Bewohnern, die Gegend zu verlassen. Und auch entlang des Brazos Rivers wurden Zwangsevakuierungen angeordnet.

Das Hochwasser hatte solch dramatische Ausmaße, dass die Helfer nicht einmal sagen konnten, wo es am schlimmsten war. Der Nationale Wetterdienst sagte für Teile Houstons Niederschlagsmengen um 1,30 Meter voraus - das wäre der höchste Wert seit Beginn der Wetteraufzeichnungen für Texas. Bis Montag seien teilweise bereits 76 Zentimeter Regen gefallen, sagte Louis Uccellini vom Wetterdienst am Montag.

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