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NWZonline.de Nachrichten Panorama

ICE entgleist – Bahnverkehr erheblich eingeschränkt

02.05.2017

Dortmund Der Unfall eines ICE auf dem Dortmunder Hauptbahnhof am Montagabend hat am Tag darauf für viele Störungen im Berufsverkehr gesorgt. Weil ein Teil des Bahnhofs immer noch gesperrt ist, mussten Pendler am Dienstagmorgen mit erheblichen Einschränkungen zurechtkommen. Vor allem Fahrten in den Süden und Westen seien schwierig, teilte eine Bahnsprecherin mit. Die Gleise zwei bis zehn des Dortmunder Hauptbahnhofs werden nicht befahren. Elf Linien sind betroffen. Die Bahn hat ein Ersatzkonzept mit Alternativhaltestellen in Gelsenkirchen und Herne erarbeitet.

Ein ICE der Deutschen Bahn ist am Montagabend im Dortmunder Hauptbahnhof entgleist. Die beiden hinteren Wagen seien aus den Schienen gesprungen, jedoch nicht umgestürzt, berichtete ein Sprecher der Bundespolizei. Zwei Reisende verletzten sich leicht. Der Zugverkehr geriet jedoch völlig ins Stocken, weil der auf einer viel befahrenen Verkehrsachse gelegene Bahnhof für die Ermittlung der Unfallursache gesperrt wurde. Gegen 21.30 Uhr wurden einige Bahnsteige wieder freigegeben.

Der ICE 945 war in Düsseldorf gestartet und sollte nach Berlin bis zum Bahnhof Gesundbrunnen fahren. Um 18.46 Uhr seien bei der Einfahrt zum Gleis 10 in Dortmund die letzten beiden Wagen entgleist, schilderte der Polizeisprecher. Die Ursache dafür war zunächst nicht bekannt. Den Schaden an dem Zug und an den Gleisen sei aber erheblich. Ermittler des Eisenbahnbundesamtes und der Bundespolizei nahmen rasch ihre Arbeit auf, die Dortmunder Feuerwehr leuchtete die Unfallstelle aus.

Der vordere Teil des Zuges war schon am Bahnsteig, als der Unfall geschah, so dass alle Reisenden ohne Hilfen aussteigen konnten. Ein Verletzter konnte noch im Bahnhof versorgt werden. Ein anderer wurde von der Feuerwehr ins Krankenhaus gebracht - „vorsorglich“, wie ein Sprecher betonte.

Ein Augenzeuge hatte vom gegenüberliegenden Bahnsteig aus den ICE 945 einfahren sehen. Plötzlich habe es ein ohrenbetäubendes Geräusch gegeben, Kiesel seien aus dem Gleisbett in die Höhe geschleudert worden. „Die Leute auf dem Bahnsteig sind vor Angst weggelaufen“, schilderte der Mann die Situation. Lokführer Markus Kluge wollte ebenfalls gegenüber gerade seinen Regionalexpress starten. „Da sehe ich den Zug entgleisen und eine Wolke aufsteigen“, berichtete er. Es sei eine Staubwolke gewesen, ausgelöst durch das über den Schotter schleifende Fahrgestell.

Durch den Unfall und die Streckensperrung strandeten viele Reisende in Dortmund. Vor den Auskunftsstellen bildeten sich lange Schlangen.

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