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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Im Mordfall Bögerl gibt es eine vage Spur

30.04.2011

HEIDENHEIM Knapp ein Jahr nach der Entführung und Ermordung der Bankiersfrau Maria Bögerl in Heidenheim führt eine vage Spur nach Tschechien. Dort war Anfang April bei Budweis der deutsche Chef einer Rockerbande festgenommen worden, wie die österreichische „Kronen-Zeitung“ berichtet. „Das ist keine heiße Spur“, sagte der Sprecher der Polizei Heidenheim am Freitag. „Die einzige Verbindung ist die, dass der Mann versucht haben soll, in Österreich eine Bankiersgattin zu entführen.“ Die Tat war fehlgeschlagen.

„Wegen der versuchten Entführung im oberösterreichischen Buchberg im September 2010 beantragen wir die Auslieferung des 55-Jährigen“, sagte Helmut Greiner, Sprecher des österreichischen Bundeskriminalamtes. Der Deutsche sei in einer Rockerbande als „Mann fürs Grobe“ bekannt.

Die tschechischen Ermittler hatten sich wegen des Entführungsversuchs in Österreich an die deutschen Kollegen gewandt. Nach Angaben der Heidenheimer Polizei werde, wenn möglich, das Alibi des Festgenommenen für die Entführung und den Mord an Maria Bögerl geprüft. Die Frau des Heidenheimer Sparkassenchefs war im Mai 2010 gekidnappt worden. Eine Lösegeldübergabe scheiterte. Ihre Leiche wurde am 3. Juni gefunden.

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