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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Immer mehr Unfälle am Stauende

18.08.2016

München /Bad Zwischenahn Es sind schreckliche Szenen, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder auf deutschen Autobahnen abgespielt haben. Im Juli etwa fährt ein Lastwagen an einem Stauende auf der A7 auf das Wohnmobil einer Familie. Das Ehepaar und seine elfjährige Tochter aus Bad Zwischenahn sterben in ihrem Fahrzeug. Ein ähnlicher Unfall ereignete sich wenige Wochen später in der Schweiz, als eine Familie am Gotthard-Tunnel in ihrem Auto zwischen zwei Lastwagen eingequetscht wurde und ums Leben kam.

Der Halt am Ende eines Staus gehört wohl zu den gefährlichsten Situationen im Straßenverkehr. Besonders auf der Autobahn 2, die auch durch Niedersachsen führt, kommt es immer wieder zu heftigen Unfällen mit Toten.

Im vergangenen Jahr stieg sowohl die Zahl der Unfälle auf der A2 als auch die Zahl der Karambolagen mit Lkw-Beteiligung spürbar an. „Dass jetzt im Sommer häufiger solche erschütternden Dinge passieren, hängt natürlich auch mit der Zahl der Staus im Urlaubsverkehr und den vielen Baustellen zusammen“, sagt ADAC-Sprecher Andreas Hölzel. Was lässt sich dagegen tun?

Tatsächlich ist die Zahl der Unfälle mit Lastwagen in den vergangenen Jahrzehnten rückläufig. Zwischen 1995 und 2014 ist die Zahl der jährlichen Unfälle mit Sattelzugmaschinen laut Statistischem Bundesamt von 5000 auf 7000 zwar gestiegen. Die Zahl der Unfälle mit Lastwagen über 3,5 Tonnen hat sich im selben Zeitraum aber von 18 000 auf 8000 verringert.

Es gibt längst Technik, die die Gefahr solcher Horror-Crashs trotz übermüdeter Trucker minimieren könnte. Ein Notbremssystem etwa warnt den Fahrer, wenn sein Lastwagen zu dicht auf ein davor fahrendes Fahrzeug auffährt. Reagiert er nicht, bremst das System selbstständig ab. Seit 2015 ist die Vorrichtung Pflicht in allen neu zugelassenen Sattelzügen ab einem Gewicht von acht Tonnen.

Nachrüsten müssen alte Lastwagen aber nicht. „Es werden noch Jahre vergehen, bis das mal flächendeckend eingebaut ist“, glaubt Hölzel vom ADAC. Überzeugt ist er von dem Ansatz auch aus anderen Gründen nicht: Die Assistenzsysteme lassen sich durch einen einfachen Griff ausschalten.

Niemand zweifelt daran, dass das auch immer wieder geschieht. „Sonst könnten die Lkw gar nicht so dicht hintereinander fahren.“

Ein weiteres Problem ist aus Hölzels Sicht, dass selbst im Falle eines eigenständigen Bremsmanövers das Fahrzeug nur um zehn Kilometer pro Stunde langsamer wird. „Besser wären 40 Stundenkilometer.“

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