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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Immer weniger Schmetterlingsarten

12.05.2017

Berlin Immer mehr Schmetterlingsarten in Deutschland sterben aus. Aktuell gelten 53 Arten als ausgestorben, 106 gelten als akut vom Aussterben gefährdet. Das geht aus einer neuen Studie für die Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die unserer Berliner Redaktion vorliegt. Bundesweit vom Aussterben bedroht sei etwa der Eschen-Scheckenfalter, auch Maivogel oder Kleiner Maivogel genannt.

Normalerweise ist er in feuchten Wäldern mit jungen Eschen und Erlen zu finden. Bei den sogenannten Tagfaltern sind bundesweit 41,5 Prozent der bekannten 184 Arten bereits ausgestorben oder bestandsgefährdet. In Nordrhein-Westfalen liegt der Anteil mit 69,8 Prozent deutlich höher.

„Bei der Suche nach Ursachen bei ausgestorbenen oder bestandsgefährdeten Schmetterling-Arten sind vor allem der Einsatz von Pestiziden, die Intensivierung der Landeswirtschaft sowie die Bebauung – damit Zerstörung natürlicher Lebensräume und artenreicher Kulturlandschaften für Siedlung, Industrie und Gewerbe zu nennen“, schreibt Ralph Schöpwinkel, Biologe und Autor der Studie.

Für Katrin Göring-Eckhardt, Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, sind die Ergebnisse ein Alarmzeichen. „Allein 40 Prozent der Tagfalter, wie der Bläuling oder der Goldene Scheckenfalter, sind vom Aussterben bedroht“, sagte sie am Donnerstag im Gespräch mit unserer Berliner Redaktion.

„Weniger Raupen heißt auch weniger Futter für die Vögel, weniger Schmetterlinge heißt auch weniger Obstbestäuber – ein ganzes Ökosystem gerät aus der Balance.“ Für den Schmetterlingsschutz brauche es klare Vorgaben durch den Bund. „Ich möchte, dass meine Enkel die Schönheit der Natur durch Schmetterlinge in ihrem Garten und nicht aus einem Umweltgeschichtsbuch erfahren“, sagte Göring-Eckhardt. „So kann es nicht weitergehen – wir müssen diese Artensterben stoppen, durch weniger Pestizide und mehr gesunde Wiesen.“

Rasmus Buchsteiner Korrespondentenbüro Berlin
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