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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Inzwischen 64 Waldbrand-Opfer in Portugal

20.06.2017

Lissabon Bei einem der schlimmsten Waldbrände in der Geschichte Portugals ist die Zahl der Todesopfer auf 64 gestiegen. Das teilte die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa mit. Noch immer seien Hunderte Rettungskräfte in der Region Pedrógão Grande im Einsatz.

Einige betroffene Dörfer konnten wegen der Flammen zunächst nicht erreicht werden, weshalb mit weiteren Opfern gerechnet wurde. Es ist der Waldbrand mit den meisten Todesopfern in Portugal seit Beginn der Aufzeichnungen. Noch immer sind wegen starker Winde und Temperaturen von rund 30 Grad die Flammen nicht gebannt.

Das Feuer war am Samstag im bergigen und waldreichen Kreis Pedrógão Grande 200 Kilometer nordöstlich von Lissabon laut Polizei nach einem Blitzschlag in einem Baum ausgebrochen. Wegen heftiger Winde breitete es sich rasch aus und wurde vor allem für Autofahrer auf einer Nationalstraße zur Todesfalle, als das Feuer ihre Wagen einschloss. Viele Opfer verbrannten bis zur Unkenntlichkeit. Hunderte von Tieren starben, Dutzende Häuser wurden zerstört.

Die Behörden konnten unterdessen 24 Tote identifizieren. Unter den Identifizierten sei kein Ausländer, sagte Innenministerin Constança Urbano de Sousa in Avelar in der Unglücksregion. Das Außenministerium in Paris versicherte aber ohne weitere Details, ein Franzose sei bei dem Brand ums Leben gekommen. Der Widerspruch könnte daher rühren, dass Angehörige portugiesischer Auswandererfamilien oft eine doppelte Staatsangehörigkeit haben.

Die Zahl der Verletzten stieg derweil von 62 auf 135 deutlich an. Es handele sich um 121 Zivilisten, 13 Feuerwehrmänner und einen Angehörigen des Militärs, berichtete die Koordinierungsstelle für den nationalen Rettungsdienst INEM. „Der Zustand von sieben Verletzten ist ernst“, sagte INEM-Präsident Luís Meira.

Die von der Regierung angeordnete dreitägige Staatstrauer begann am Montag. Ministerpräsident António Costa sagte: „Die Tragödie schockiert uns durch ihre Dimension.“

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