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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Katastrophe: Trümmerfeld mitten im Meer

30.10.2018

Jakarta Beim Absturz eines Flugzeugs in Indonesien sind vermutlich alle 189 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Die Passagiermaschine der indonesischen Fluggesellschaft Lion Air war am Montag kurz nach dem Abheben ins Meer gestürzt. Der Einsatzleiter der Rettungsbehörde, Bambang Suryo Aji, sagte, er rechne nicht damit, dass ein Insasse überlebt habe und verwies auf den Zustand mehrerer Leichen, die geborgen wurden.

Der Pilot der neuen Boeing 737 Max 8 habe zwei bis drei Minuten nach dem Start am Morgen gebeten, nach Jakarta umkehren zu dürfen, sei jedoch kurz darauf vom Radarschirm verschwunden, teilte die indonesische Luftfahrtbehörde mit. Zehn Minuten später sei die Maschine ins Meer vor Java gestürzt. Die Wetterbedingungen waren normal, doch das Flugzeug hatte bei seinem vorherigen Flug ein technisches Problem gehabt. Fernsehbilder zeigten einen Treibstoffteppich und Trümmer im Meer.

Die Boeing sollte nach Pangkal Pinang auf der Insel Bangka fliegen. An Bord waren 181 Passagiere, darunter ein Kind und zwei Babys, sowie acht Crewmitglieder. Unter den Insassen seien zwei Ausländer gewesen, ein Italiener und der indische Pilot, teilte Lion Air mit.

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Präsident Joko Widodo rief die Indonesier auf, „weiter zu beten“, während Rettungskräfte nach Opfern suchten. Der Sprecher der indonesischen Katastrophenschutzbehörde, Sutopo Purwo Nugroho, twitterte am Montag Fotos, auf denen geborgene Gegenstände zu sehen waren – etwa ein Smartphone, Bücher und Taschen. Auf dem Flughafen Jakarta und am Zielort Pangkal Pinang klammerten sich verzweifelte Angehörige und Freunde der Passagiere aneinander. Einige beteten.

Im Hauptquartier des Rettungsdienstes häuften sich die Anfragen. Eine Frau namens Feni sagte, ihre Schwester habe kurz vor ihrer Hochzeit noch Verwandte besuchen wollen. Sie wolle auch wissen, was mit dem Verlobten ihrer Schwester und dessen Verwandten passiert ist. „Wir haben keinerlei Information“, sagte sie. „Wir hoffen, dass unsere Familie noch lebt.“ Finanzminister Sri Mulyani traf sich mit dem Chef der Rettungsbehörde, weil etwa 20 Mitarbeiter seines Ministeriums an Bord des Flugzeugs gewesen sein sollen.

Behördenleiter Muhammad Syaugi sagte, Taucher versuchten, das Wrack in dem 30 bis 35 Meter tiefen Wasser zu finden. Etwa 300 Soldaten, Polizisten und Fischer beteiligten sich an der Suche, sagte sein Stellvertreter Nugroho Budi Wiryanto.

Indonesischen Fluggesellschaften war es 2007 wegen Sicherheitsbedenken verboten worden, Ziele in Europa anzufliegen. Bis Juni dieses Jahres wurde die Maßnahme schrittweise aufgehoben. Lion Air fliegt Dutzende inländische und internationale Ziele an. Sie ist eine der jüngsten und größten Airlines Indonesiens. 2013 verpasste eine Boeing von Lion Air eine Landebahn auf Bali. Die Maschine krachte schließlich ins Meer - alle 108 Personen an Bord überlebten den Unfall.

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