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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Junge rettet sich in Eishöhle

19.02.2009

WIEN Klirrende Kälte, gesperrte Straßen und Lawinen: Der Winter hat Teile Deutschlands und Europas wieder fest im Griff. Ein Schneebrett verschüttete am Mittwoch in Oberammergau drei Menschen. Eines der Opfer konnte nur tot geborgen werden, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mit. Nach einem weiteren Lawinenabgang in den Allgäuer Alpen wird eine Person vermisst.

Die Nacht zum Mittwoch war zum Zähneklappern frostig. Im Süden Deutschlands seien an mehreren Messstationen minus 20 Grad registriert worden, sagte Meteorologin Dorothea Paetzold vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. In Kaufbeuren im bayerischen Allgäu wurden minus 21 Grad gemessen.

Adel eingeschneit

Die Schneefälle der vergangenen Tage haben vor allem im Süden die Schneedecken erheblich anwachsen lassen – auch in Österreich. Die bekannten Vorarlberger Skiorte Lech, Zürs und Stuben waren in der Nacht zum Mittwoch von der Außenwelt abgeschnitten. Rund 15 500 Menschen, unter ihnen die niederländische Königsfamilie, waren eingeschneit.

Andauernde starke Schneefälle haben die Lawinengefahr in den österreichischen Alpen weiter erhöht. In Tirol, dem Bundesland Salzburg, in Oberösterreich und Vorarlberg waren zahlreiche Straßen unpassierbar. Orte wie Galtür im Hinteren Paznauntal (Tirol) konnten in der Nacht vorübergehend nicht über die Zufahrtsstraßen erreicht werden. In Tirol wurde die zweithöchste Lawinenwarnstufe 4 ausgerufen.

Die österreichische Bergrettung konnte am Mittwoch einen jungen deutschen Skifahrer in Tirol retten, der mit einer Gruppe vom Schatzberg in Auffach nach Thierbach abgefahren war. Beim Versuch, eine Abkürzung zu nehmen, stürzte er 30 Meter ab. Um die Nacht zu überstehen, baute der 16-Jährige sich eine Eishöhle. Dort fanden ihn die Helfer.

Wegen der Lawinengefahr wurden Verkehrswege auch in der Schweiz gesperrt. Andermatt war weder auf der Schiene noch auf der Straße zu erreichen. Der Bahnbetrieb auf der Gotthard-Strecke wurde teilweise eingestellt.

Frühling nicht in Sicht

Auch in Kroatien fiel reichlich Schnee, so dass vielerorts der Verkehr zusammenbrach. Erstmals seit Jahren lagen mehrere Adria-Inseln sowie die Häfen Sibenik, Split und Zadar unter einer dicken Schneedecke. Der Flughafen von Zadar war gesperrt.

Insgesamt fiel der Winter 2008/09 in Deutschland etwas kälter, aber dafür sonniger aus als sonst. Zehn Tage vor dem Ende des meteorologischen Winters errechnete der DWD eine Durchschnittstemperatur von minus 0,4 Grad. Aussichten auf einen baldigen Frühling machen die Meteorologen nicht. In ihren Trendberichten sagen sie bis in den März hinein nächtlichen Frost und einstellige Temperaturwerte während der Tage voraus.

Mehr Bilder: www.NWZonline.de/fotogalerie-panorama

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