• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
Neuwahlen in Thüringen   im April 2021 – MP-Wahl im März
+++ Eilmeldung +++

Entscheidung In Erfurt
Neuwahlen in Thüringen im April 2021 – MP-Wahl im März

NWZonline.de Nachrichten Panorama

Kachelmanns Ex bekräftigt ihre Vorwürfe

26.10.2010

MANNHEIM Die ehemalige Geliebte von Jörg Kachelmann hält vor Gericht an ihren Beschuldigungen fest. „Die Grundtendenz steht“, sagte Kachelmanns Verteidigerin Andrea Combé in einer Sitzungspause, „sie hält an ihren Aussagen fest.“ Die 37-Jährige beschuldigt den Fernsehmoderator, er habe sie mit einem Messer bedroht und vergewaltigt. Sie wird bereits den dritten Verhandlungstag in Folge unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor dem Landgericht Mannheim vernommen.

Bei ihrer Ankunft erregte die Radiomoderatorin Aufsehen. Um sich vor den Fotografen zu schützen, hielt sie sich ein Buch vor den Kopf. Titel: „Der Soziopath von nebenan“. Untertitel: „Die Skrupellosen: ihre Lügen, Taktiken und Tricks“.

„Natürlich sieht sie sehr angespannt aus“, sagte Combé über das mutmaßliche Opfer. „Sie weiß aber, dass sie da durch muss.“ Bis zum Nachmittag befragten die drei Richter der Strafkammer die Frau. Anschließend erhielt die Staatsanwaltschaft die Gelegenheit zur Vernehmung. An diesem Mittwoch werden die Gutachter und die Verteidiger ihre Fragen an die 37-Jährige stellen.

„Das Gericht versucht, die Wahrheit zu erforschen, und fragt deshalb sehr gründlich“, sagte Kachelmanns Anwalt Klaus Schroth. Seine Kollegin Combé betonte, sie sei „sehr begeistert“ von der Gewissenhaftigkeit des Gerichts. „Das habe ich in der Intensität in 28 Jahren noch nicht erlebt.“ Die Zufriedenheit von Kachelmanns Verteidigung fällt besonders auf, da sie zuvor schon zweimal versucht hatte, die Richter wegen der Besorgnis der Befangenheit ausschließen zu lassen.

Inzwischen liegen weitere Untersuchungsergebnisse zu digitalen Fotos vor, die auf dem Computer der Nebenklägerin gefunden wurden. Sie hatte fast ein Jahr vor der von ihr angegebenen Tat Fotos von blauen Flecken auf ihren Oberschenkeln gemacht. Der von der Verteidigung beauftragte Gutachter Bernd Brinkmann, den das Gericht inzwischen wegen der Besorgnis der Befangenheit ablehnte, hatte die Bilder als Dokumente einer „Selbststudie“ gedeutet. Die Frau habe den „zeitlichen Verlauf“ eines ­Häma­toms untersuchen wollen.

Dabei war Brinkmann jedoch davon ausgegangen, dass die 37-Jährige die Fotos im Abstand von einer halben Stunde gefertigt habe. Diese Einschätzung war nach den neuen Untersuchungsergebnissen allerdings wohl falsch. Wie der Vorsitzende Richter am Montag zu Beginn der Verhandlung mitteilte, liegen zwischen den Aufnahmen lediglich 33 Sekunden. Der Zweck der Bilder bleibt jedoch weiter unklar. Nach Angaben von Prozessbeteiligten sollten die Fotos möglicherweise als „erotisches Souvenir“ dienen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.