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NWZonline.de Nachrichten Panorama

KRIMINALFALL: Keine Spur von Millionärspaar

29.09.2005

BONN BONN - Seit elf Jahren sind sie verschwunden: Doris (48) und Winfried Hagen (50), ein Millionärsehepaar aus Bonn. Der „Mord ohne Leichen“ gilt als einer der spektakulärsten Kriminalfälle der letzten Jahre. Es gibt keine Spur von den beiden lebenslustigen Menschen, nur ein großes Rätsel.

Bekannt ist das: Am 13. Juli 1994 wurden Doris und Winfried Hagen zum letzten Mal gesehen. Sie wollten zu einem Kurzurlaub ins holländische Workum fahren, wo ihre Yacht lag. Vermutlich aber wurde diese Reise nie angetreten. In der Villa im Bonner Stadtteil Heidebergen fanden sich Reise-Utensilien und persönliche Gegenstände, auch die Autos der beiden standen noch in der Doppelgarage.

Der Sohn (heute 39) gab an, er habe seine Mutter und den Stiefvater in Holland vermutet und sei selbst in die Türkei in Urlaub gefahren. Am 8. August kehrte er in das leere Haus zurück, die Besitzer wurden für den 10. August zurückerwartet. Am 16. August, mehr als einen Monat nach dem Verschwinden, erstattete der Sohn Vermisstenanzeige.

Die Polizei ging schon sehr bald von einem Tötungsdelikt aus und nahm auch den Sohn ins Visier. Er war in Verdacht geraten, weil er – kaum dass die Eltern fort waren – mit seiner Generalvollmacht Geld abhob und dies, so ein Beamter, mit vollen Händen ausgab.

Fünf Jahre ermittelten Polizei und Staatsanwaltschaft gegen den jungen Mann. Es gab mysteriöse Hinweise auf eine Osteuropa-Verbindung, die möglicherweise hinter dem Fall steckte. 1999 stellte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen zähneknirschend ein.

Der Sohn hatte sich inzwischen mit den Geschwistern der Eltern überworfen. Auf ihren Wunsch hin wurde das Vermögen der Hagens einem Abwesenheitspfleger anvertraut, der eine Million DM (511 000 Euro) für Hinweise auf das Ehepaar auslobte. Verwandte und Freunde erhöhten die Belohnung, engagierten einen Privatdetektiv, schalteten Vermisstenanzeigen. Alle Bemühungen blieben ohne Erfolg.

Voraussichtlich werden Winfried und Doris Hagen demnächst für tot erklärt. Gestern lief nämlich die behördliche Frist ab, bis zu der sich Zeugen melden konnten. Der Sohn hatte den Antrag auf Todeserklärung gestellt. Sollte dem stattgegeben werden, kann er über das Vermögen verfügen.

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