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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Mordverdächtiger In Einzelzelle: Fall Maddie: Strafverteidiger legen Mandat nieder

11.06.2020

Kiel Die Verteidiger des im Fall Maddie Mordverdächtigen haben ihr Mandat niedergelegt. Dies sei der zuständigen Ermittlungsbehörde angezeigt worden, teilten die Anwälte Jan-Christian Hochmann und David Volke der Deutschen Presse-Agentur mit. Eine Begründung für die Rückgabe des Mandats wollten sie am Mittwoch auf Nachfrage nicht abgeben.

Die beiden Anwälte waren nach eigenen Angaben in der vergangenen Woche von dem 43-jährigen Beschuldigten mit der Verteidigung beauftragt worden. Der mehrfach wegen Sexualstraftaten auch an Kindern vorbestrafte Deutsche sitzt derzeit in Kiel eine Haftstrafe in einem anderen Fall ab. Am vergangenen Mittwoch hatten das Bundeskriminalamt (BKA) und die Staatsanwaltschaft Braunschweig überraschend bekanntgegeben, dass der 43-Jährige in dem Fall Maddie unter Mordverdacht steht.

Verdächtige aus Sicherheitsgründen in Einzelzelle

Der derzeit in Kiel inhaftierte deutsche Verdächtige im Fall Maddie ist aus Sicherheitsgründen in einen anderen Gefängnistrakt verlegt worden. Das teilte Schleswig-Holsteins Justizminister Claus Christian Claussen (CDU) am Mittwoch in Kiel im Innen- und Rechtsausschuss des Landtags mit. Der Mann sitzt demnach in einer Einzelzelle. Er dürfe auch nur einzeln und in Begleitung von Wachpersonal aus der Zelle. So wolle man verhindern, dass möglicherweise Mitgefangene den Häftling attackieren. Seitdem dieser als Hauptverdächtiger im Fall Maddie gelte, müsse mit Übergriffen gerechnet werden, sagte Claussen.

Der 43-Jährige ist erst seit kurzem der Haupttatverdächtige in dem Fall des 2007 in Portugal verschwundenen britischen Mädchens Maddie McCann. Er sitzt zurzeit in Kiel im Gefängnis eine bereits 2011 vom Amtsgericht Niebüll verhängte Strafe von 21 Monaten wegen Drogenhandels ab.

Flensburger Staatsanwaltschaft nie im Fall eingebunden gewesen

Die Flensburger Staatsanwaltschaft ist nach eigenen Angaben niemals in den Fall des 2007 in Portugal verschwundenen britischen Mädchens Maddie McCann eingebunden gewesen. Das betonten die Leitende Oberstaatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt und Schleswig-Holsteins Justizminister Claus Christian Claussen (CDU) am Mittwoch in Kiel im Innen- und Rechtsausschuss des Landtags.

Sie verwiesen darauf, dass der 43-jährige Deutsche, der erst seit kurzem als Haupttatverdächtiger im Fall Maddie gilt, zurzeit in Kiel im Gefängnis sitzt und dort eine bereits 2011 vom Amtsgericht Niebüll verhängte Strafe von 21 Monaten wegen Drogenhandels absitzt. „Mit den Ermittlungen im Fall Maddie haben wir nichts zu tun“, sagte die Juristin.

Angeklagter hat Anträge auf Haftverschonung gestellt

Der mehrfach vorbestrafte Mann war nach dem vollständigen Absitzen einer Haftstrafe von 14 Monaten in Braunschweig wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes und Besitzes kinderpornografischer Schriften 2018 für einige Wochen auf freiem Fuß - das ließ sich laut Stahlmann-Liebelt juristisch nicht vermeiden. Denn der Widerruf der Bewährung des Niebüller Urteils habe sich wegen der vorgeschriebenen juristischen Vorgehensweise in die Länge gezogen und sei bis Ende August 2018 nicht erreichbar gewesen.

In Kiel endet die Haft wegen der Drogendelikte im Frühjahr 2021. Der Mann hat bereits zwei Drittel dieser Strafe verbüßt und Anträge auf Haftverschonung gestellt. Über diese ist noch nicht entschieden.

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