Limburg - Die Kritik am Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wegen der explodierenden Kosten für seine Residenz wird immer schärfer. Der Bischof habe die Steigerungen auf bislang bekannte 31 Millionen Euro zum Teil selbst verursacht, sagte der Sprecher des Vermögensverwaltungsrates, Jochen Riebel in mehreren Interviews.

„Ich kann es mir nur so erklären, dass der Bischof von Limburg entweder ein raffinierter Betrüger oder krank ist“, sagte Riebel, der frühere Leiter der hessischen Staatskanzlei, der „FAZ“. Der Kirchenrechtler Thomas Schüller forderte den Papst auf, eine Amtsenthebung gegen Tebartz-van Elst einzuleiten. „Der Bischof wird vermutlich an seinem Stuhl kleben, da gibt es nur noch einen Weg: die Amtsenthebung durch den Papst“, sagte der Münsteraner Professor dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Die Baukosten gehen dem Vermögensverwaltungsrat zufolge nicht zulasten der Steuerzahler. Indes meldete der „Kölner Stadt-Anzeiger“, dass wegen eines Erste-Klasse-Flugs ein Strafbefehl der Hamburger Staatsanwaltschaft gegen Tebartz-van Elst ergehen soll, was diese aber nicht bestätigen wollte.