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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Hunderttausende wollen Rosenmontag feiern

05.03.2019

Köln /Düsseldorf /Mainz Unter stürmischen Vorzeichen erreicht der Straßenkarneval in Deutschland am Rosenmontag seinen Höhepunkt. Voraussichtlich mehrere hunderttausend Zuschauer werden die bunten Umzüge an diesem Montag verfolgen, die auch im Fernsehen übertragen werden. Erst im Laufe des Sonntags war entschieden worden, dass die Rosenmontagszüge überhaupt rollen sollen. Köln, Düsseldorf und Mainz wollen dem Sturmtief „Bennet“ allesamt trotzen. Aus Sicherheitsgründen wird es aber Einschränkungen geben.

Köln verzichtet auf tragbare Großfiguren, Fahnen, Schilder, Pferde und Kutschen. Mainz und Düsseldorf wollen auch ohne Pferde auskommen. Am spannendsten hatte es die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt gemacht, die ihren Beschluss erst am Sonntagabend fällte. Dort kann der Zug nur bis Windstärke 7 stattfinden - ab Windstärke 8 muss er abgesagt werden. In Köln gibt es keine so klare Marke.

Der Rosenmontagszug soll in Düsseldorf allerdings erst um 13.30 Uhr anrollen - geplant war ursprünglich 11.50 Uhr. Ein Sprecher des Comitee Düsseldorfer Carneval sagte, es deute alles darauf hin, dass „Bennet“ am späten Mittag über die Stadt hinweggezogen sein werde. „Somit können die Vorgaben und Absprachen des Sicherheitskonzepts erfüllt werden.“ Auch Münster verschob den Start seines Rosenmontagszugs am Sonntag um zwei Stunden - er soll damit um 14.11 Uhr am zentralen Schlossplatz beginnen.

Der Deutsche Wetterdienst hatte starke Windböen vor allem für den Vormittag vorhergesagt - in der Spitze mit Stärken von 8 bis 9. Am Nachmittag sollten die Böen abflauen. 2016 war der Umzug in Düsseldorf und Mainz einem Sturm zum Opfer gefallen.

Die Rosenmontagszüge bilden den Höhepunkt des Straßenkarnevals. Seit Monaten laufen die Vorbereitungen. Auf ihren Motivwagen werden die Narren auch diesmal wieder viele politische Themen aufgreifen.

Beim bundesweit größten Umzug in Köln wollen auch viele Prominente mitfahren, darunter Astronaut Alexander Gerst, der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach sowie Fernsehpromis. In der Domstadt soll es um 10.00 Uhr losgehen. Mainz startet um 11.11 Uhr.

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