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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Fernsehen: Spendenaufruf und Auszug im Eiltempo

13.01.2020

Köln /Murwillumbah Es hat schon viele spektakuläre Auszüge aus dem RTL-Dschungelcamp gegeben: Gleich in der ersten Staffel 2004 sprach Schauspieler-Sohn Dustin Semmelrogge einen jener legendären Sätze, die nur im Trash-TV-Urwald fallen können: „Ich habe euch alle in meinem Herzen gesaved“ – und ging an Tag vier. In der zweiten Staffel im gleichen Jahr war Ex-Porno-Star Dolly Buster sogar noch schneller und nach nur 48 Stunden weg. Für den Schauspieler Helmut Berger war 2013 nach drei Tagen Schluss. Schlagersänger Michael Wendler hatte 2014 am vierten Tag genug vom Dschungelcamp, wollte dann zurück und durfte nicht.

Der Auszug von Ex-Bundesverkehrsminister Günther Krause (CDU) in diesem Jahr aber übertrifft sie alle. So schnell wie er war noch niemand weg. Gerade noch hatte RTL für die Auftakt-Show, die mit 6,01 Millionen Zuschauern ein paar mehr sehen wollten als 2019, aber deutlich weniger als 2018, eine Parodie auf einen Staatsempfang inszeniert. Kurz danach war der Mann, der einst den deutsch-deutschen Einigungsvertrag aushandelte und danach im Kabinett von Helmut Kohl (CDU) saß, schon wieder ausgezogen.

Wegen eines Schwächeanfalls („Wenn der Körper Nein sagt, muss der Geist hören“) wurde Krause ins Krankenhaus gebracht – wo er sich allerdings so schnell erholte, dass er kurz darauf eine kurze Grußbotschaft an Bundeskanzlerin Angela Merkel senden konnte, die er vor der Show als gute Bekannte bezeichnet hatte.

„Günther Krause fährt nach Hause“, fasste Moderator Daniel Hartwich zusammen. „Im Grunde war er nur hier, um sein Begrüßungsgeld abzuholen.“ Der CDU-Politiker aus Mecklenburg-Vorpommern, der bis zum Rücktritt 1993 in Skandale verwickelt war, präsentierte sich vielversprechend, amüsierte schon bei seinem kurzen Auftritt mit eher rudimentären Englischkenntnissen („I can’t no good speak of English“) und seiner Angst vor einer kleinen Schlange im Camp: „Wenn es dunkel ist, sind wir strategisch im Nachteil.“

Vor der mittlerweile 14. Staffel der Show hatten Politiker, Ex-Teilnehmer und Zuschauer Kritik an der Ausstrahlung geübt. Denn in Australien toben seit Monaten schwere Buschbrände. RTL verwies zuvor darauf, dass die Australier ihre eigene Show trotz der Brände produzierten – wenn auch im weit entfernten Südafrika. „I’m A Celebrity...Get Me Out Of Here!“ läuft dort gerade in der sechsten Staffel.

Dass die Kritik an RTL am ersten Wochenende schnell hinter den Dschungel-Alltag mit Ekelprüfungen und Zickereien zurücktrat, lag dabei wohl vor allem am Umgang des Kölner Privatsenders damit: RTL rief eine Spendenaktion ins Leben, wollte 100 000 Euro an die Opfer der Brände spenden und – ähnlich wie die australischen Kollegen – in der Finalshow in zwei Wochen nachlegen, hieß es. Das Geld soll ans australische Rote Kreuz gehen.

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