• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Panorama

Mode: Statement für Nachhaltigkeit – Cord ist wieder Kult

11.01.2020

Köln /Offenbach Altmodisch und wenig sexy: Das wird dem Cord-Stoff nachgesagt. Wobei: Nein, wird es nicht mehr. Denn das lange Zeit in Verruf geratene, oft auch etwas schäbig wirkende Baumwollgewebe ist schließlich wieder in Mode.

Neben Blazern gibt es im Handel auch lange Mäntel, Overalls, Kurzjacken und sogar Mützen aus Cord. Am wichtigsten für Gerd Müller-Thomkins vom Deutschen Mode-Institut ist aber, dass Cord wieder für Hosen verwendet wird.

Die Rückkehr des Cords sei dem Zeitgeist und der Beschäftigung mit Nachhaltigkeit geschuldet, erklärt der Experte: Baumwolle war einst der Stoff der Arbeiterklasse und Cord lange die Uniform der tendenziell finanziell schwächeren Studenten. Mit dem Tragen von Cord signalisierten Jüngere heute ein Desinteresse an elitären Normen und Dresscodes. Und der Stoff ist nachhaltig – zumindest dann, wenn man ihn im Second-Hand-Laden gebraucht kauft.

Der Stoff ist für Modefans also interessant, da er unaufgeregt-lässig wirkt und auch ein Statement gegen die schnelllebige Modewelt ist.

Cord passt dabei auch sehr gut zu den gerade angesagten Oversized-Silhouetten, was sich vor allem in den weiten Palazzo- oder Marlene-Hosen zeigt. Für die Stilberaterin Silke Gerloff aus Offenbach ist das eine zweite optische Grenzziehung der heutigen Träger zu den Modestilen der jüngeren Vergangenheit: Der Oversized-Trend sei eine Antwort auf die zuletzt sehr engen Schnitte.

Cord ist haptisch ein sehr weiches Material, und auch das ist ein Modetrend. Denn Muster verlieren an Bedeutung, „dafür sind die Materialien im Kommen“, so Gerloff.

Aber Cord ist auch ganz praktisch: Schließlich ist der Stoff gerade im Winter sehr angenehm zu tragen. Er ist gemütlich, spendet Wärme und zeigt sich sehr vielseitig. „Je nach Rippenbreite tritt der Cord ganz unterschiedlich in Erscheinung“, erklärt Gerd Müller-Thomkins. Unterschieden wird nach der Anzahl der Rippen auf zehn Zentimeter Stoff – vom feinen Babycord bis zum groben Kabelcord.

Entscheidend ist dabei aber, wie man den Stoff heute kombiniert. Modern wirkt es zum Beispiel, wenn man Kontraste setzt, zum Beispiel eine Seidenbluse zur rustikalen Cordhose.

Solche Kontraste sorgen nicht nur beim Material, sondern auch beim Schnitt für Spannung. Hat man sich für eine weite Hose entschieden, sollte das Oberteil entsprechend enger geschnitten sein, erklärt Gerloff.

Da Cord sehr weich ist und rasch weiter wird, sollte man beim Kauf darauf achten, die richtige Konfektionsgröße zu wählen.

Der Stoff ist zwar sehr robust. Er braucht aber Pflege, damit er lange schön bleibt. Zum Beispiel ist ratsam, Kleidungsstücke aus diesem Material auf links zu waschen und zu bügeln.

Trotzdem wird es passieren: Cord sieht nach kürzester Zeit getragen aus. Das muss aber gar nicht negativ sein. „Der Used-Charakter wohnt dem Cord inne“, sagt Müller-Thomkins. Dass verleihe dem Outfit eine gewisse Lässigkeit. Cord sei eben uneitel, unkonventionell und intellektuell, urteilt der Modeexperte.

Dem manchmal schon fast derben Look könne man auch mit Farbe gegensteuern, rät Gerloff. Die angesagten Pastelltöne machten den Cord-Look femininer. Elegant wirke zum Beispiel ein Cordblazer in Edelsteinfarben wie Rubinrot oder Smaragdgrün. Ein weiterer Tipp: den Cord Ton-in-Ton tragen, zum Beispiel Cordhose und Seidenbluse.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.