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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Unterhaltung: Dschungelcamp setzt auf Kultkicker

17.01.2018

Köln „Würde ich in den Dschungel gehen, würde ich doch all das verraten, wofür ich immer gestanden habe.“ So ließ sich der frühere Fußballprofi Ansgar Brinkmann vor wenigen Monaten in einem Interview zitieren. RTL habe schon häufig angefragt. Aber: „Ich habe mich in meiner Karriere niemals kaufen lassen.“ Von diesem Freitag (21.15 Uhr) an ist Brinkmann zusammen mit elf weiteren mehr oder minder bekannten Prominenten in der neuen Staffel „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ zu sehen.

Auf den Ex-Profi von Arminia Bielefeld und Eintracht Frankfurt setzt der Kölner Privatsender große Hoffnungen. Denn der 48-Jährige, der fußballerisch als eher hölzern galt und deshalb von Fans ironisch „weißer Brasilianer“ getauft wurde, steht für markige Sprüche und klare Ansagen.

„Das ist ein Pfundskerl. Der ist gestählt und weiß, was er tut. Da können sich alle in Acht nehmen“, sagt etwa Ex-Nationalspieler und Schalke-Ikone Olaf Thon. „Der hat Stehvermögen – in vielerlei Hinsicht.“ Der frühere Fußballer und Dschungel-Kandidat Thorsten Legat glaubt: „Er startet durch und lässt sich nicht verbiegen.“

„Bezahlt wird man auch“

Aber warum der plötzliche Sinneswandel? Brinkmann selbst sagt: „Eine schöne Erfahrung, und bezahlt wird man auch noch.“ Immer wieder zieht es ehemalige Profis in ihrer Fußballrente in den RTL-Dschungel. Neben Legat mussten bereits Weltmeister Thomas Häßler oder Europameister Eike Immel zu Ekelprüfungen antreten.

„Ich hatte einfach Bock drauf und habe es nicht wegen des Geldes getan“, sagt Legat. Er habe schon während seiner Karriere gespart – im Gegensatz zu anderen. „Vielleicht sind sie irgendwann in den Sumpf geraten, hatten falsche Freunde und haben alles verballert“, erklärt der 49-Jährige, der vor zwei Jahren im Dschungel für rhetorische Highlights sorgte („Kasalla“). Auch in der zwölften Ausgabe der schon einmal für den Grimme-Preis nominierten Unterhaltungsshow bleibt RTL seinem Kandidatenschema treu.

Immer Spitzenquoten

Neben Ex-Sportler Brinkmann tummeln sich frühere Kandidaten aus Shows wie „Deutschland sucht den Superstar“ (Daniele Negroni), „Der Bachelor“ (Kattia Vides), „Die Bachelorette“ (David Friedrich) oder „Germany’s Next Topmodel“ (Giuliana Farfalla) ums Lagerfeuer. Außerdem dabei: Natascha Ochsenknecht (geht oft über rote Teppiche und war mal mit Schauspieler Uwe Ochsenknecht verheiratet), Jenny Frankhauser (ist Halbschwester von TV-Sternchen Daniela Katzenberger und postet gerne Videos auf YouTube) oder Matthias Mangiapane (tingelt durch Trash-TV-Shows).

Maximal 15 Tage lang bleiben die „Stars“ im australischen Dschungel nahe Brisbane, um von Reis, Bohnen und Insekten zu leben. Die Kameras sind in der täglich live von RTL ausgestrahlten Show immer dabei. Wer es bis zum Schluss aushält und die meisten Stimmen vom Publikum erhält, darf sich „Dschungelkönigin“ oder „Dschungelkönig“ nennen. Im vergangenen Jahr war es Musiker Marc Terenzi.

Seit mehr als zehn Jahren werden dabei Spitzenquoten erreicht. Im vergangenen Jahr schalteten im Schnitt 6,7 Millionen Zuschauer ein – in den Jahren zuvor waren es noch mehr. Die erneut von Sonja Zietlow und Daniel Hartwich moderierte Show gehört zu den meist diskutierten TV-Ereignissen des Jahres. Auch Schalke-Ikone Thon schaut zu und drückt regelmäßig seinen Ex-Kollegen aus der Bundesliga die Daumen. „Ich fühle mit den Jungs. Ich könnte das nicht, habe aber Hochachtung vor jedem, der da reingeht – oder reingehen muss.“

Auch Bloggerin Claudia schreibt über Trash-TV: „Bätschela! Und? Wer geht mal ins Dschungelcamp?“

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