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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Gericht: Dänemark fragt sich: Was geschah in der Nautilus?

25.04.2018

Kopenhagen In Dänemark wird am Mittwoch das Urteil in einem der spektakulärsten Mordprozesse gesprochen. Im Inneren des U-Bootes „Nautilus“ stirbt die Journalistin Kim Wall. Ihre Leiche findet man in Einzelteilen später im Meer. Angeklagt ist der als exzentrisch geltende Erfinder Peter Madsen.

Hier die wichtigsten Antworten im Überblick.

Was ist an Bord des U-Bootes passiert?

Das weiß nur Peter Madsen. Sicher ist nur, dass der Erfinder die 30-jährige Journalistin am 10. August 2017 für ein Interview mit ins U-Boot nahm. Die beiden kommen in der Nacht nicht zurück. Am nächsten Morgen sinkt das U-Boot, Madsen wird aus dem Wasser gefischt.

Was wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor?

Sie geht davon aus, dass der 47-Jährige in der „Nautilus“ eine Sexfantasie auslebte. Er soll Wall gefesselt und auf sie eingestochen haben. Die Ermittler vermuten, dass ihre Schmerzen ihn erregten, denn sie fanden Sperma in seiner Unterhose. Danach soll Madsen die Frau getötet haben – wie genau, konnten die Rechtsmediziner nicht mehr feststellen.

Was sagt der Erfinder?

Der 47-Jährige beschreibt Walls Tod als tragischen Unfall. Nach einem Tauchgang habe sich ein Ventil nicht richtig geöffnet. Wall sei deshalb an Abgasen erstickt, als er selbst an Deck des Bootes arbeitete. Es war bereits die dritte Version, die Madsen den Ermittlern auftischte.

Was kam im Prozess sonst noch zu Tage?

Grausame Details über Madsens Sexualleben. So hatte er Videos echter Hinrichtungen auf seiner Festplatte. Madsen behauptet, diese Filme hätten für ihn nichts sexuelles, würden ihm aber helfen, Gefühle zu empfinden. Einem psychologischen Gutachten zufolge ist er schwer gestört, selbstfixiert, narzisstisch und pervers. Es fehle ihm an Mitgefühl und Gewissen.

Welche Strafe könnte Madsen erwarten?

Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft. Das ist die Höchststrafe im dänischen Rechtssystem – sie wird allerdings selten für einen einzelnen Mord verhängt. Wenn das Gericht Madsen für schuldig, lebenslang aber nicht für angemessen hält, könnte es eine Haftstrafe von 12 bis 16 Jahren verhängen. Die Verteidigung fordert Freispruch vom Mord- und Missbrauchsvorwurf.

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