• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Panorama

Polizeieinsatz: Madsens Flucht endet nach wenigen Metern

21.10.2020

Kopenhagen Der Erfinder und verurteilte Mörder Peter Madsen ist in Dänemark kurzzeitig aus dem Gefängnis ausgebrochen. Wenige hundert Meter von der Haftanstalt entfernt wurde der 49-Jährige am Dienstag wieder gefasst, nachdem die schwer bewaffnete Polizei ihn – am Straßenrand sitzend – in Schach gehalten hatte.

Mitarbeiter bedroht

Madsen war 2018 wegen Mordes an der jungen Journalistin Kim Wall auf einem von ihm selbst gebauten U-Boot zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Seinen Weg aus dem Gefängnis westlich von Kopenhagen bahnte sich Madsen, indem er eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter der Haftanstalt bedrohte. Der dänischen Boulevardzeitung „Ekstra Bladet“ zufolge handelte es sich dabei um eine Psychologin – Anstaltsleiterin Hanne Høegh Rasmussen bestätigte das auf einer Pressekonferenz im dänischen Albertslund nicht.

Sie sagte, dass physisch zwar keiner der Angestellten verletzt worden sei. Psychisch sei die Situation für die Betroffenen aber sehr belastend. Viel mehr könne sie noch nicht sagen. Trotz entsprechender Drohungen vonseiten Madsens trug er vermutlich weder eine Bombe noch eine Pistole bei sich. Bei einem pistolenähnlichen Gegenstand habe es sich wohl nicht um eine echte Waffe gehandelt, sagte Polizeiermittler Mogens Lauridsen. Madsen habe auch etwas am Körper getragen, das einem Bombengürtel geähnelt habe. Es gebe aber keine Anzeichen dafür, dass dieser wirklich Sprengstoff enthalten habe. „Wir glauben, dass es eine Bombenattrappe gewesen ist“, so Lauridsen.

Aussagen verändert

Laut Gerichtsurteil hatte Madsen die 30-jährige Schwedin Wall im August 2017 im Inneren seines U-Boots getötet. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er sie mit sexuellem Motiv gefoltert und nach ihrem Tod zerstückelt über Bord geworfen hatte.

Madsen gestand den Mord nicht, räumte aber ein, dass Wall an Bord des U-Boots bei einem Unfall gestorben sei. Nach und nach änderte er seine Aussagen und erklärte schließlich, die Leiche zerstückelt und ins Wasser geworfen zu haben.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.