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NWZonline.de Nachrichten Panorama

UNGLÜCK: Kunden entgehen Katastrophe

23.07.2009

FALKENSEE Falkensees Bürgermeister Heiko Müller blickt fassungslos auf das eingestürzte Dach mit den roten Ziegeln. „Wir hatten Riesenglück im Unglück“, sagt der 50-Jährige am Mittwoch. Am Dienstagabend um 22.18 Uhr war das Dach eines Rewe-Supermarktes im brandenburgischen Falkensee fast lautlos zusammengesackt. Erst um 22 Uhr hatte das Geschäft in einem Einkaufszentrum seine Türen geschlossen. In Spitzenzeiten sind bis zu 100 Kunden im Laden.

Der SPD-Politiker schaut auf Balken, Regale und das Chaos im Supermarkt. An vielen Stellen sackte das etwa 1000 Quadratmeter große Dach bis auf den Boden. Müller ist glücklich, dass Filialleiter Hans-Jürgen Richly mit einem Schock davonkam.

Richly saß nach Ladenschluss noch im Gebäude – bei der Abrechnung. Er hörte ein leichtes Knacken, öffnete die Tür und erblickte Trümmer des Daches und verstreute Lebensmittel. Eine Querwand hatte den Mann vor herabfallenden Teilen gerettet. Der Supermarktchef alarmierte die Rettungskräfte. Feuerwehrkräfte brachten ihn später ins Freie.

Auch Baudezernent Harald Höhlig ist erschüttert. Er steht neben der Absperrung, die um das Einkaufszentrum gezogen wurde, und sagt: „Ich habe so etwas noch nicht gesehen, dass ein Dach so in sich zusammenstürzt.“ Er bestätigt, dass das Gebäude in Falkensee erst vor gut sechs Jahren errichtet worden ist. Noch gibt es keine Erkenntnisse zur Unglücksursache. Das Schlagwort vom „Pfusch am Neubau“ macht allerdings unter Schaulustigen die Runde.

Der Handelskonzern Rewe erwartet vom Vermieter Aufklärung über die Ursachen des Einsturzes. Das Unternehmen habe das Gebäude nicht selbst errichtet, sondern angemietet, hieß es am Mittwoch.

Falkensee ist Boomstadt. Durch den Mauerbau 1961 war der Ort in Brandenburg vom Westen Berlins getrennt. Nach der Wende verdoppelte sich die Einwohnerzahl in knapp 20 Jahren von 20 000 „auf heute 40 000“, sagt der Bürgermeister. Auch Nachbarn aus Berlin-Spandau kommen zum Einkaufen in den Ladenkomplex. Die Passanten sind erleichtert, als sie hören, dass es keine Opfer gab.

Höhlig sagt: „Ich fühlte mich an Bad Reichenhall in Bayern erinnert.“ 2006 war dort das Dach einer Eishalle durch Schneemassen eingestürzt. 15 Menschen starben.

Mehr Bilder: www.NWZonline.de/fotos-panorama

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