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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Katastrophe: Lichtblicke zwischen Trümmern

27.10.2011

VAN Türkische Rettungsmannschaften haben am Mittwoch drei Überlebende aus den Erdbeben-Trümmern geborgen. Zwei 27 und 25 Jahre alte Lehrerinnen hielten rund 67 Stunden unter Bauschutt durch, wie türkische Medien berichteten. Auch ein 18 Jahre alter Student wurde gerettet. Bisher wurden 461 Leichen geborgen.

Am Mittwoch wurde bekannt, dass sich bei den Rettungsarbeiten in den Vortagen zum Teil dramatische Szenen abgespielt haben. Eine eingeklemmte Krankenschwester habe nur befreit werden können, indem ihr ein Arm bei lokaler Betäubung mit einem Bajonett amputiert wurde, sagte der Arzt Ekin Tasatan türkischen Journalisten.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan warf Baufirmen und Aufsichtsbehörden schwere Versäumnisse vor, die Menschenleben gekostet hätten. Bei der Katastrophe sei der Beton einiger Gebäude wie Sand zerbröselt. „Den schmerzlichen Preis haben die Menschen drinnen bezahlt“, sagte Erdogan. Die Nachlässigkeit von Kommunen, Bauunternehmen und Kontrolleuren sei als ein Verbrechen zu betrachten.

Erdogan räumte ein, dass die staatliche Hilfe am ersten Tag nach dem Beben unzureichend gewesen sei. „In den ersten 24 Stunden waren wir nicht erfolgreich. Das gestehen wir ein“, sagte er. Nun liefen die Hilfseinsätze aber kontrolliert. Erdogan versprach, „in kurzer Zeit“ in Van eine neue Stadt zu errichten. Binnen eines Jahres sollen demnach neue, feste Häuser entstehen. Bei dem Beben der Stärke 7,2 waren am Sonntag in der Provinz Van fast 2300 Häuser zerstört worden.

Die türkische Regierung sucht die Hilfe anderer Staaten für den Wiederaufbau. Für die Zeit nach den Rettungsarbeiten seien Zelte, Wohncontainer und Fertighäuser nötig.

In dem Katastrophengebiet kam es zu Verteilungskämpfen zwischen Obdachlosen, die sich um Zelte und Nahrung schlugen. Medienberichten zufolge wurde auch ein Lastwagen mit Hilfsgütern geplündert.

In dem von Kurden bewohnten Dorf Gedik Bulak (Kurdisch: Canik) äußerten sich am Mittwoch mehrere Einwohner überzeugt, dass zu wenig Hilfe ankomme, weil die Dörfler die Kurdenpartei BDP gewählt hätten. Die Regierung habe bisher 60 Zelte geschickt, benötigt würden 600, sagte der Ortsvorsteher Idris Ileri.

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