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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Als Deutschland nicht beim ESC war

12.05.2018

Lissabon 1956 nahm die Geschichte des heutigen Eurovision Song Contests ihren Lauf – damals noch unter dem Titel „Grand Prix Eurovision de la Chanson“. An diesem Samstag findet das Finale der 63. Auflage unter dem Motto „All Aboard“ in Lissabon statt.

Wer sich am Finalabend nicht nur mit fachkundigen Einschätzungen der gesanglichen Leistungen hervortun möchte, sondern auch eher abwegige Fakten parat haben will, der sollte jetzt aufmerksam weiterlesen.

Kein Vorentscheid

Die nationalen Vorentscheide bestimmten in den vergangenen Wochen und Monaten die ESC-Berichterstattung in verschiedenen Ländern. Schließlich müssen die nationalen Rundfunkanstalten genau auswählen, wen sie nach Lissabon schicken. Anders in Griechenland: Da hier nur eine Künstlerin die nötigen Kriterien überhaupt erfüllte, fiel der Vorentscheid kurzerhand aus. Im Finale wird die 37-jährige Yianna Terzi trotzdem nicht zu sehen sein. Sie schied im ersten Halbfinale aus.

Drei, zwei, eins

Genau dreimal war Deutschland bisher Gastgeber des Gesangswettbewerbs. 1957 (2. Großer Preis der Eurovision in Frankfurt am Main), 1983 und dann noch einmal 2011. Veranstaltungsorte waren München und Düsseldorf.

Den Sieg errang Deutschland nur zwei Mal. 1982 mit „Ein bisschen Frieden“ von Nicole und 2010 mit „Satellite“ von Lena Meyer-Landrut.

Ein einziges Mal kam Deutschland derweil nicht ins Finale. Das war 1996 auf dem Höhepunkt der Eurotrash-Hits. Mit „Blauer Planet“ von Leon wollte die Bundesrepublik damals in Oslo punkten. Aber: 30 Länder hatten sich auf die 23 Plätze beworben. Bei der Auswahl durch den Veranstalter hatte Deutschland kein Glück – und musste zu Hause bleiben.

Da neben Italien, Frankreich, Großbritannien und Spanien auch Deutschland zu den größten Geldgebern des Eurovision Song Contest gehört, entschied die Europäische Rundfunkunion später: Diese fünf Ländern nehmen als „Big Five“ künftig automatisch am Finale teil.

Reingeschlichen

Australien gehört zu Europa! Also, nein, tut es geografisch gesehen absolut nicht. Und trotzdem nehmen Musiker aus „Down under“ nun bereits zum vierten Mal am ESC teil. Angefangen hat es als „Dank“ für die ESC-Euphorie, die im Land der Kängurus herrscht. 2015 war das, anlässlich des 60. Wettbewerbs. Die Begeisterung der Australier für den europäischen Gesangswettbewerb ist derweil schon über 40 Jahre alt: 1974 trat Sängerin und Schauspielerin Olivia Newton-John für Großbritannien an. Die Sängerin verbrachte Teile ihres Lebens in Australien – seit diesem Auftritt wird der ESC auch in Australien übertragen. Und erfreut sich ungebrochener Beliebtheit.

Höchste Punktzahlen

Zwar führt Irland bislang die Liste der meisten Gewinne des ESC an, sieben waren es insgesamt. Guckt man aber auf die genaue Punkteliste, dann führt: Schweden. Bei den bisherigen 57 Teilnahmen erreichten die Künstler insgesamt 4733 Punkte, das ist ein Schnitt von 3,65 Punkten pro Land in der Abstimmung.

Auf Platz zwei liegt Großbritannien (4022 Punkte bei 60 Teilnahmen), gefolgt von Frankreich (3475 Punkte, 60 Teilnahmen) und Irland (3292 Punkte, 51 Teilnahmen).

Das am besten bewertete Lied in der bisherigen Geschichte des Eurovision Song Contest ist übrigens der Gewinner aus dem vergangenen Jahr. Salvador Sobral erreichte mit „Amar Pelos Dois“ 758 von 984 möglichen Punkten.

Maritimes Motto

Das diesjährige Motto „All Aboard“ soll laut Veranstaltern „zum Ausdruck bringen, dass alle Menschen aus Europa und der Welt über den Ozean miteinander verbunden sind“. Maritime Hits sind derweil in der Geschichte des Song Contest eher rar gesät. Immerhin sang Udo Jürgens 1966 in „Merci Chérie“: „Denn kein Meer ist so wild wie die Liebe“. Zumindest eine Zeile Maritimes. Damit holte er Platz 1 für Österreich.

Nicht Ralph Siegel

San Marino ging in diesem Jahr mit deutscher Beteiligung an den Start – aber nicht mit Ralph Siegel. Die maltesische Sängerin Jessika (Jessica Muscat) wurde auf der Bühne unterstützt von der 21-jährigen Jenifer Brening aus Lauingen (Landkreis Dillingen an der Donau). Die Studentin der Betriebswirtschaft war unter anderem schon bei „Deutschland sucht den Superstar“ (RTL) zu sehen. Für den Sprung ins Finale reichte es aber nicht.

Trendsetter

Modisch ist der ESC immer ganz weit vorn. Neben den besten Outfits für zufällig aufgestellte Windmaschinen – oder entsprechend stürmische Tage – setzen einige Künstlerinnen und Künstler wahre Trends. Die Outfits von ABBA (1974) sind unvergessen, aber auch „Bucks Fizz“ setzte Trends. 1981 holten Jay Aston, Cheryl Baker, Robert Gubby und Mike Nolan den ersten Platz nach Großbritannien – und sorgten für einen Ausverkauf von Velcro-Röcken. Das sind Röcke, die mit Klettband zusammengehalten werden und so schnell ausgezogen werden können.

Eine Idee, die bei den britischen Zuschauern offenbar gut ankam: Innerhalb von 48 Stunden war „Velcro“, so die englische Bezeichnung für Klettband und der Name der Herstellerfirma, auf der britischen Insel ausverkauft. Was die Briten mit schnell ausziehbaren Röcken wollten, ist nicht überliefert.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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