• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Panorama

Schlechte Stimmung bei den Royals

20.11.2019

London Der britische Prinz Andrew gerät nach seinem Interview zum toten US-
Multimillionär Jeffrey Epstein immer stärker unter Druck. Rechtsanwälte von Frauen, die Epstein Missbrauch vorwerfen, verlangen vom 59-Jährigen, eine Aussage bei der US-amerikanischen Ermittlungsbehörde FBI zu machen.

„Er scheint überhaupt kein Mitleid für die Opfer zu haben, und er scheint seine lange Freundschaft mit Jeffrey Epstein nicht zu bereuen“, sagte die Anwältin Lisa Bloom, die einige der Frauen vertritt, dem britischen Nachrichtensender Sky News. Am Montag hatte der „Evening Standard“ über angebliche sprachliche Entgleisungen des Prinzen berichtet.

Demnach verwendete Andrew vor sieben Jahren in einem Gespräch über Handelspolitik mit einem Regierungsmitarbeiter das Wort „Nigger“. Der Royal benutzte demnach eine früher in den USA verbreitete Redewendung, die auf ein verstecktes Problem aufmerksam macht und das rassistische Wort enthält. Palastquellen wiesen das strikt zurück. Später soll Andrew noch einmal eine Redewendung aus der Kolonialzeit verwendet haben, nach der dunkelhäutige Menschen nicht zuverlässig sind.

Am Dienstag verlor der Prinz einen wichtigen Sponsor für ein Projekt. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG unterstützt nicht mehr Andrews Initiative „Pitch@
Palace“, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. Der Vertrag lief nach Angaben des Palastes Ende Oktober aus.

Royal-Experten halten es für möglich, dass Andrew künftig mit seinen Aufgaben nicht mehr zum Kern des
Königshauses gehören wird. Sie gehen davon aus, dass nach dem Tod von Queen Elizabeth II. (93) Thronfolger Prinz Charles ohnehin die Zahl der Repräsentanten des Königshauses reduzieren wird. „Wenn es eine verschlankte Monarchie gibt, dann dürfte Andrew wohl keine große Rolle mehr dabei spielen“, sagte die Chefredakteurin des „Majesty Magazine“, Ingrid Seward.

Die Queen habe vom BBC-Interview ihres zweitältesten Sohnes gewusst, bestätigte der Buckingham-Palast. Doch kannte sie auch die pikanten Fragen? Und konnte sie ahnen, wie hilflos ihr Sohn durchs Interview stolpert? Kommentatoren sprachen von „PR-Katastrophe“. Wird die Königin also weiter zu ihrem Andrew stehen, den viele für ihren Lieblingssohn halten? Zumindest in den vergangenen Monaten zeigte sie sich mehrmals fröhlich lachend mit dem Prinzen im Auto auf dem Weg zur Kirche.

Prinz Andrew war jahrelang mit dem Geschäftsmann Epstein befreundet. Der vorbestrafte US-Amerikaner wurde beschuldigt, Dutzende Minderjährige sexuell missbraucht zu haben. Zudem baute Epstein laut Anklageschrift zwischen 2002 und 2005 in New York und Florida einen Missbrauchsring auf. Eines der Opfer behauptet, mehrmals zum Sex mit Andrew gezwungen worden zu sein. Der Royal weist dies strikt zurück. Epstein hatte sich am 10. August in einem New Yorker Gefängnis das Leben genommen.

Prinz Andrew Albert Christian Edward, Herzog von York – so der offizielle Name – wurde am 19. Februar 1960 im Buckingham-Palast als drittes Kind und zweiter Sohn der britischen Königin Elisabeth II. und Prinz Philips geboren. Andrew steht zurzeit an achter Stelle der britischen Thronfolge.
Besonders bekannt wurde er durch seine Heirat und Scheidung von Sarah Ferguson (auch Fergie genannt). Die beiden haben zwei Töchter: Beatrice Elizabeth Mary (geboren 1988) und Eugenie Victoria Helena (1990). Der Prinz diente in der Royal Navy und kämpfte 1982 im Falklandkrieg.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.