LONDON - LONDON/AP - 20 Jahre nach den Live-Aid-Konzerten wollen die Organisatoren erneut ein Signal für die Armutsbekämpfung setzen. Fünf kostenlose Konzerte mit großem Staraufgebot sollen am 2. Juli in Berlin, Paris, London, Rom und Philadelphia das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer umfangreicheren Entwicklungspolitik schärfen. Das gab Bob Geldof, der in den 80er Jahren mit den Live-Aid-Konzerten Millionen für Afrika gesammelt hatte, am Dienstag in London bekannt.
Anders als damals ist bei den nun angekündigten Konzerten der Eintritt frei. „Wir wollen nicht das Geld der Leute“, sagte Geldof auf einer Pressekonferenz gemeinsam mit Elton John. „Wir wollen sie.“ Die Auftritte sollen vier Tage vor dem G-8-Gipfel in Großbritannien ein Signal für eine wirksamere Armutsbekämpfung setzen und heißen deshalb „Live 8“. Geldof kündigte an, die Musik werde nicht düster sein. Es gehe nicht um Wohltätigkeit, sondern um politische Gerechtigkeit. In den zwei Jahrzehnten seit Live Aid habe sich Afrikas wirtschaftlicher Niedergang fortgesetzt, sagte er weiter.
Das Konzert in Berlin wird vor dem Brandenburger Tor stattfinden. Erwartet werden unter andrem Lauren Hill, Brian Wilson, Crosby und Stills & Nash. In Paris treten Jamiroquai, Youssou N'Dour, Placebo und Yannick Noah vor dem Eiffelturm auf. In London werden Coldplay, Madonna, Paul McCartney, R.E.M. und U2 im Hyde Park singen. Duran Duran spielen im Colosseum in Rom. In Philadelphia treten Bon Jovi, Stevie Wonder, Will Smith, Puff Daddy und die Dave Matthews Band auf.
