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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Mann mit chronisch schlechter Laune

19.08.2019

London Ginger Baker gilt als einer der besten Schlagzeuger der Welt. Seine wilde Energie, seine innovativen, vertrackten Rhythmen mit afrikanischen und Jazz-Einflüssen haben ihn zu einer Legende gemacht. An diesem Montag wird er 80 Jahre alt. Geboren wurde der Rotschopf – daher der Spitzname „Ginger“ – als Peter Edward Baker in Südlondon. Sein Vater starb im Zweiten Weltkrieg, als der junge Ginger vier war. Baker trainierte als Teenager, um Profi-Radrennfahrer zu werden – erst ein Unfall brachte ihn zufällig zum Schlagzeug. Er war ein Naturtalent.

Der einflussreiche britische Jazz-Schlagzeuger Phil Seamen nahm ihn unter seine Fittiche: „Er war Gott“, sagte Baker der Zeitschrift „Forbes“ später. „Er hörte mich eines Nachts spielen und sagte danach: ‚Setz dich, ich möchte mit dir reden. Du bist der einzige Schlagzeuger, den ich kenne, der es drauf hat.’“

Erst 1981 schaffte Baker es, vom Heroin loszukommen, wie er in einem Interview sagte. Er hatte ein Vermögen in Nigeria verloren, sein Schlagzeug stand ungenutzt in der Scheune, und er baute in Italien Olivenbäume an: „Es war wahrscheinlich das Beste, was mir je passiert ist. Ich habe die Drogenwelt komplett hinter mir gelassen.“ Da lagen seine größten Erfolge schon einige Jahre zurück: 1966 gründete er mit Gitarrenlegende Eric Clapton (74) und Jack Bruce (1943– 2014) das Trio Cream. Bis zu ihrer Auflösung 1968 hatte die Superstar-Band Klassiker wie „Sunshine Of Your Love“, „White Room“ und „Crossroads“ herausgebracht und millionenfach verkauft. An Bakers Soli messen sich Schlagzeuger bis heute.

Ginger Baker erinnerte sich in „Forbes“ an das Ende der Kultband 1968: „Eric Clapton kam zu mir und sagte: ‚Ich habe es satt.’ Und ich sagte: ‚Ich auch.’ Und das war’s.“ Am meisten fehlte ihm die Herausforderung: Das Publikum jubelte, noch bevor die Musiker ihre ersten Noten gespielt hatten. Es half nicht, dass er mit Jack Bruce immer wieder im Jähzorn auf der Bühne aneinandergeriet – einer der Gründe für die schnelle Trennung. Selbst als Cream 2005 in Originalbesetzung nach 37 Jahren wieder in London und New York auftrat, stritten sich Baker und Bruce. Zu einer weiteren Wiedervereinigung kam es nicht mehr.

Nach dem Ende von Cream gründete Baker mit Eric Clapton die kurzlebige Superband Bad Faith und das Jazz-Rock-Kollektiv Ginger Baker’s Air Force. In dem afrikanischen Superstar Fela Kuti fand er eine verwandte musikalische Seele, baute ein Aufnahmestudio in Lagos auf und steckte sein Geld in den Polosport.

Der frühere Weltstar ist zum vierten Mal verheiratet und hat drei Kinder – darunter Sohn Kofi Baker, der ebenfalls Schlagzeug spielt. Im „Rolling Stone“ erinnerte sich Kofi nur ungern an die Lehrstunden mit seinem Vater: „Wenn ich nicht sofort etwas richtig machte, schrie er mich an, beschimpfte mich und haute mir eine runter.“ Bakers Temperament ist seither nicht besser geworden – er ist bekannt für seine chronisch schlechte Laune und Wutausbrüche.

Die Filmwelt trauert um Peter Fonda: Der amerikanische Schauspieler, der durch den Kult-Film „Easy Rider“ berühmt wurde, ist am Freitag in seinem Haus in Los Angeles an den Folgen von Lungenkrebs gestorben. Der Sohn von Hollywood-Star Henry Fonda (1905-1982) und der jüngere Bruder von Schauspielerin Jane Fonda wurde 79 Jahre alt.

Der Tod ihres „gutherzigen“ Bruders stimme sie sehr traurig, teilte Jane Fonda (81) mit. „Ich hatte in diesen letzten Tagen eine wundervolle Zeit mit ihm alleine. Er schied lachend aus dem Leben“, zitierte „Deadline.com“ aus Fondas Mitteilung.

Die Familie trauere um den „liebenswerten und gütigen“ Mann und feiere zugleich seinen „unbeugsamen Geist und seine Lebenslust“, hieß es in einem weiteren Schreiben seiner Angehörigen.

„Peter Fonda war ein revolutionärer Filmemacher während revolutionären Zeiten“, würdigte Regisseur Rob Reiner (72) den Verstorbenen. Schauspielerin Mia Farrow (74) erinnerte an eine „großartige Person - ein wunderbarer Geist“.

„Klug, lustig und warmherzig, Peter war ein Movie-Star mit einem Augenzwinkern“, schrieb Kult-Regisseur John Carpenter (71) auf Twitter. Er nannte Fonda einen Freund, der als Schauspieler unterschätzt worden sei. Der britische Regisseur Edgar Wright (45) würdigte ihn auf Twitter als „Legende der Gegenkultur“. Er sei ein „bahnbrechender Schauspieler und rundherum ein Held im wirklich Leben“ gewesen.

1969 wurde Peter Fonda als Motorradfreak „Captain America“ in dem Kult-Streifen „Easy Rider“ zum Idol der Hippie-Bewegung und zum Helden des Neuen Hollywoods. Der Film mit Fonda, Dennis Hopper und Jack Nicholson machte Kinogeschichte. Gemeinsam ziehen die

Motorradrocker auf ihren Heißen Öfen im Drogenrausch durch die USA. Fonda erhielt als Drehbuchautor eine Oscar-Nominierung.

Als Regisseur machte sich Fonda mit Produktionen wie „Der weite Ritt“ (1970) und dem Science-Fiction-Film „Expedition in die Zukunft“ (1973) einen Namen. Eine weitere Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller brachte ihm das Drama „Ulee’s Gold“ (1998) ein.

Zuletzt trat Fonda für Regisseur Todd Robinson in „The Last Full Measure“ vor die Kamera. Das 2017 gedrehte Kriegsdrama, in dem auch Christopher Plummer, William Hurt, Ed Harris und Samuel L. Jackson mitspielen, soll Ende Oktober in den US-Kinos anlaufen.

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