LOS ANGELES - LOS ANGELES/AFP - Erst raus, dann rein: Mit einem Zickzack-Kurs um ihre Entziehungskur hält Pop-Prinzessin Britney Spears die Fans weiter in Atem. Am Donnerstag begab sich die 25-Jährige nach US-Medienberichten erneut in ein Sanatorium, nachdem sie in den Tagen zuvor zweimal derartige Behandlungen nach kurzer Zeit wieder abgebrochen hatte. Wie das Magazin „People“ und das Internet-Journal „TMZ.com“ berichteten, stand Sprears dritter Anlauf zur Behandlung offenbar im Zusammenhang mit einem Sorgerechtsstreit um ihre beiden Kinder. Freunde äußerten unterdessen ernste Sorge um die Sängerin.
Ihr Noch-Ehemann Kevin Federline habe eine für Donnerstag angesetzte Gerichtsanhörung in dem Fall verschieben lassen, um ihr noch eine Chance zu geben, berichtete „People“ unter Berufung auf Federlines Anwalt. Sollte Spears auch diese Behandlung vorzeitig abbrechen, werde Federline das volle Sorgerecht beantragen, hieß es bei „TMZ.com“. Den Angaben zufolge hatte die Sängerin erst am Mittwoch ein Sanatorium in Malibu nach weniger als 24 Stunden verlassen und war dann zu Federlines Haus gefahren, um ihre Kinder zu sehen. Dieser habe sie aber nicht reingelassen.
Nach Informationen des Fernsehmagazins „Extra“ wurde Spears von ihrer Mutter vor Federlines Haus abgeholt und später zurück in die Prominenten-Klinik „Promises“ gebracht, wo sie erst am Mittwoch ausgebüchst war. Den Medienangaben zufolge soll Spears' Behandlung 30 bis 45 Tage dauern.
Die langjährige Familienfreundin Doreen Seal äußerte sich besorgt über Britney: „Sie leidet offenkundig großen Schmerz und braucht sofort Hilfe“, sagte sie.
Experten führen Ausraster von Prominenten wie bei Britney Spears auf die extremen Lebensbedingungen zurück. Nach vielen seelischen Kränkungen mache sich die Psyche in einem solchen Moment Luft, sagte der Hamburger Medienpsychologe Michael Thiel am Donnerstag. Nach solchen „Kurzschluss-Handlungen“ sagten ihm Patienten oft, sie hätten das Gefühl gehabt, innerlich zu platzen, wenn nichts passiere.
Dabei spiele es auch eine wichtige Rolle, dass Prominente oft eine Art Doppelleben führten: Auf der einen Seite der Glamour, das „Immer-gut-drauf-sein-müssen“, auf der anderen die Einsamkeit im Hotelzimmer.
