Duisburg - Die Loveparade-Katastrophe mit 21 Toten vor knapp drei Jahren in Duisburg könnte nach Auffassung eines Kriminologen wegen der schwierigen Beweisführung möglicherweise nie gesühnt werden. „Die Staatsanwaltschaft wird nur dann Anklage erheben, wenn sie mit 99-prozentiger Sicherheit mit einer Verurteilung rechnet“, sagte Thomas Feltes, Professor für Kriminologie an der Ruhr-Universität Bochum und Anwalt eines Hinterbliebenen. Das sei aber wegen der komplexen Kette von Ereignissen schwierig. Feltes fordert daher die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses, um die politische Verantwortlichkeit zu klären.