LUDWIGSFELDE - Die Spurensuche im Mordfall Brigitte Scholl geht weiter. Während der Ehemann und ehemalige Bürgermeister von Ludwigsfelde (Brandenburg), Heinrich Scholl (SPD), seit Mittwoch wegen Mordverdachts im Gefängnis sitzt, durchforsteten Ermittler am Donnerstag erneut dessen Wohnhaus.
Ob der Verhaftete die Tat bereits gestanden hat, wollte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Potsdam nicht sagen. Auch zu den laufenden Ermittlungen äußerte er sich auf Nachfrage nicht.
Der Beschuldigte beschäftigt aber nicht nur die Staatsanwaltschaft Potsdam. Auch in Neuruppin wird gegen den 68-Jährigen ermittelt wegen Korruptionsverdacht, wie ein Sprecher der dortigen Staatsanwaltschaft bestätigte.
Scholl, der ab 1990 das Rathaus in Ludwigsfelde führte und im Jahr 2008 aus Altersgründen aus dem Amt ausschied, stehe im Verdacht, während seiner Tätigkeit als Bürgermeister Zuwendungen von einem Investor erhalten zu haben. Unter anderem soll Scholl mehrmals auf dessen Kosten nach Mallorca gereist sein.
