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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Neue Durchsuchung auf Campingplatz

05.07.2019

Lügde Im Fall des jahrelangen Missbrauchs von Kindern in Lügde gibt es einen neuen Beschuldigten. Gegen einen 57 Jahre alten Mann aus Steinheim bei Höxter sei ein Verfahren wegen schweren sexuellen Missbrauchs eingeleitet worden, teilten Polizei Bielefeld und Staatsanwaltschaft Detmold am Donnerstag mit. Er wurde nicht festgenommen und befindet sich auf freiem Fuß. Ein Haftbefehl sei nicht beantragt worden.

Am Mittwoch hatten Ermittler der Kommission „Eichwald“ die Parzelle des Mannes auf dem Campingplatz in Lügde durchsucht, um Beweismittel zu finden. Sie setzten ihre Durchsuchung am Donnerstag fort. Zu sehen war, wie Gegenstände von dem Gelände getragen wurden. Um was es sich dabei handelte, wurde zunächst nicht bekannt. Auch die Wohnung des Mannes in Steinheim wurde durchsucht.

Die Polizei war dem Mann durch die Anhörung eines minderjährigen Kindes am Mittwoch auf die Spur gekommen. Dieses war nach Angaben von Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) zuvor noch nicht vernommen worden. „Bisher konnten noch nicht alle Kinder, die wir als Verdachtsfälle führen, angehört werden, weil sie sich noch in einem Stabilisierungsprozess befinden und medizinisch betreut werden.“

Das Kind habe eigentlich nur zu Verdachtsmomenten gegen die bereits bekannten Tatverdächtigen gehört werden sollen, sagte Reul in Düsseldorf. Dann aber habe sich der Verdacht des sexuellen Missbrauchs auch dieses Kindes ergeben, und zwar „innerhalb des eigenen sozialen Umfelds“. Das Kind habe Hinweise auf den 57-Jährigen aus seinem „sozialen Nahbereich“ gegeben.

Nach Informationen von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ soll der neue Beschuldigte gut mit Mario S. befreundet gewesen sein, einem der beiden Angeklagten im Missbrauchsprozess. Demnach teilten sich die beiden Männer von 2010 bis 2015 fünf Jahre lang dieselbe Parzelle auf dem Campingplatz. Auch sollen beide unter der gleichen Adresse in Steinheim gemeldet sein. Die Polizei Bielefeld wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Gegen den neu Beschuldigten gab es Medienberichten zufolge bereits im Sommer 2018 eine Anzeige. Eine 15-Jährige soll ihn beschuldigt haben, sie nach einer Feier auf dem Campingplatz vergewaltigt zu haben. Die Staatsanwaltschaft Detmold habe die Ermittlungen aus Mangel an Beweisen eingestellt.

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