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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Luftfahrt-Experten warnen vor Drohnen

08.08.2016

München /Bremen Nach der Beinahe-Kollision eines Lufthansa-Airbus mit einer Drohne beim Anflug auf den Münchner Flughafen fordern Luftfahrt-Experten Konsequenzen. „Man stelle sich vor, die Drohne wäre ins Triebwerk geraten oder ins Cockpit eingeschlagen – da wären im schlimmsten Fall Menschenleben in Gefahr gewesen“, sagte Markus Wahl von der Piloten-Gewerkschaft Cockpit.

Der Pilot des mit 114 Menschen besetzten Passagierflugzeugs hatte in 1700 Metern Höhe plötzlich das Fluggerät bemerkt. Der Zwischenfall hatte sich am Donnerstag gegen 19 Uhr ereignet. Der Airbus A 321 kam nach Angaben eines Lufthansa-Sprechers aus Frankfurt am Main.

Die mit vier Rotoren ausgestattete Drohne sei nur etwa zehn Meter neben der rechten Flügelspitze des Airbus unterwegs gewesen, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mit. Nach Angaben des Piloten habe die Drohne einen Durchmesser von etwa 50 Zentimetern gehabt.

Eine Annäherung an Luftfahrzeuge aller Art sei „nicht nur überaus gefährlich, sondern auch verboten“, betonte die Polizei. Drohnen können nach Expertenmeinung ein Triebwerk im schlimmsten Fall in Brand setzen. „Drohnen sind gefährlicher als Vögel“, sagte Axel Raab von der Deutschen Flugsicherung.

Solche Vorfälle wie etwa am Freitag bei einem in Bremen gestarteten Flieger, Vogelschlag genannt, kommen immer wieder vor. Nach Angaben des Deutschen Ausschusses zur Verhütung von Vogelschlägen im Luftverkehr ereignen sich in Deutschland im Flugbetrieb jedes Jahr etwa 1500 solcher Zwischenfälle.

Da eine Drohne aus Kunststoff und Metall sei, könne sie unter Umständen einen größeren Schaden im Triebwerk anrichten, meint Raab. „Das Flugzeug kann zwar auch mit einem Triebwerk weiterfliegen, aber es hat nicht umsonst zwei Triebwerke. Das ist sicherer.“

Auch der Hamburger Luftfahrtexperte Cord Schellenberg schätzt die Gefahr durch Drohnen als groß ein. „Drohnen gehören nicht in solche Höhen, die Drohnenbesitzer gefährden Menschenleben“, sagte er. Gewisse Teile seien hart genug, um Triebwerke, Cockpit und Tragflächen zu beschädigen.

Wer für den Flug der Drohne nahe des Münchner Flughafens verantwortlich ist, war auch am Sonntag noch unklar. Es gebe aber inzwischen mehrere Hinweise aus der Bevölkerung, sagte ein Polizeisprecher. Es wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr ermittelt.

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