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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Hoffen auf glückliches Ende

10.07.2018

Mae Sai Im Höhlendrama von Thailand wächst nach über zwei Wochen Bangen undZittern die Hoffnung auf ein glückliches Ende. Mit einer neuenRettungsaktion über viele Stunden hinweg gelang es Spezialtauchernam Montag, vier weitere Kinder aus der Höhle im Norden des Landesans Tageslicht zu bringen, wie die Marine Thailands bekanntgab.Damit sind nun acht Spieler der Fußball-Mannschaft gerettet. VierJungen und ihre Betreuer müssen – nach allem was bekannt ist – nochin der Höhle ausharren, jetzt schon seit 16 Tagen.

Vermutlich wird die Rettungsaktion nun am Dienstag fortgesetzt,wenn die Taucher neue Kräfte gesammelt haben und auch die Versorgungmit Atemluft auf dem vier Kilometer langen Weg nach draußensichergestellt ist. Möglicherweise wird dann gleich versucht, dieletzten fünf Eingeschlossenen zusammen herauszuholen. Offiziell gabes dafür zunächst keine Bestätigung.

Psychische Schäden?

Die Aktion stützt sich auf ein Team von mehr als einem Dutzendinternationaler Spezialtaucher. Weil in Südostasien geradeMonsun-Saison ist und neue schwere Regenfälle drohen, ist sie auchein Kampf gegen die Zeit. Die Höhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non, wodas Team am 23. Juni von Wassermassen überrascht wurde, liegt ganzim Norden Thailands an der Grenze zu Myanmar. Die geretteten Kinderwerden jetzt in einem Krankenhaus der Provinzhauptstadt Chiang Raibehandelt.

Noch am Montag sollten die ersten Jungen Besuch von ihren Familienbekommen dürfen. Allerdings müssen sie nach den zwei Wochen in fastkompletter Dunkelheit äußerst vorsichtig wieder ans normale Lebenherangeführt werden. Zunächst einmal sollen sie von Ärzten aufsGründlichste untersucht werden. Befürchtet wird, dass auch diePsyche Schaden genommen haben könnte.

Den vier Jungen, die bereits am Sonntag gerettet werden konnten,geht es nach offiziellen Angaben verhältnismäßig gut. Über denZustand der anderen wurde zunächst nichts bekannt.

Mit dem ersten Wiedersehen mussten sich die Familien der viergeretteten Jungen gedulden. Der achte Stock der Klinik in Chiang Raiist von der Polizei abgesperrt. Am Montag war zu beobachten, wieeine erste Gruppe von Zivilisten eingelassen wurde. Von Seiten desKrankenhauses gab es aber keine Bestätigung dafür, dass dies bereitsFamilienangehörige waren.

Jeweils zwei Retter

Nach Angaben von Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn lief derzweite Großeinsatz seit 11 Uhr Ortszeit (7.00 Uhr MESZ). Er dauertedann bis in den Abend. Die Höhle ist nach seiner Darstellungweiterhin teilweise überflutet, das Wasser aber gesunken. „DerWasserstand ist tief. Das Wetter ist gut. Die Ausrüstung istbereit“, sagte er zu Beginn der Aktion.

Nach Regenfällen über Nacht schien am Montag in der Region dieSonne. „In ein paar Stunden werden wir gute Nachrichten bekommen“,sagte der Gouverneur – damit behielt er dann auch recht. Die Rettungdes Fußballteams namens „Wildschweine“ ist sehr gefährlich. Anmanchen Stellen ist der Weg so eng, dass die Taucher ihreAtemluft-Flaschen abschnallen müssen. Darüber hinaus kann man imWasser kaum sehen.

Bei der Vorbereitung der Mission ertrank am vergangenen Freitagein erfahrener thailändischer Taucher. Jetzt nehmen je zwei Retterdie Jungen, von denen kein einziger richtig tauchen kann, insSchlepptau. Alle tragen Taucheranzüge und sind mit Taucherbrillenausgerüstet. Die Profis versorgen sie mit Luft.

Insgesamt sind etwa 90 Taucher im Einsatz. Das Kernteam bestehtaus 18 Spezialtauchern, davon der größte Teil aus Ländern wieAustralien und Großbritannien. Insgesamt sind mehr als tausendRetter im Einsatz.

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Marine | Polizei

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