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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Kriminalität: Amokfahrt in Trier mit 81 km/h

05.12.2020

Mainz /Trier Der Amokfahrer von Trier ist bei seiner Tat der Polizei zufolge mit 81 Stundenkilometern durch die Fußgängerzone der belebten Simeonstraße gerast. Das habe eine Wegzeitberechnung anhand von sichergestellten Videos für diesen Teil der Strecke ergeben, sagte ein Polizeisprecher am Freitag in Trier. Das schließe nicht aus, dass der 51 Jahre alte Verdächtige mit seinem PS-starken Sportgeländewagen am Dienstag an anderer Stelle noch schneller gewesen sei. Der Mann sitzt unter Mordverdacht in Untersuchungshaft.

Auf Polizei gewartet

Nach der Amokfahrt mit fünf Toten und mehr als 20 Verletzten habe der mutmaßliche Täter das Auto abgestellt und eine Zigarette geraucht, hieß es. Polizisten hätten den Betrunkenen stehend am Heck seines Wagens angetroffen, berichtete der Trierer Polizeivizepräsident Franz-Dieter Ankner bei einer Sondersitzung des Landtagsinnenausschusses in Mainz. „Dort sah er den Einsatzkräften grinsend entgegen.“ Die Beamten hätten ihn dann überwältigt und festgenommen.

In dem Auto habe die Polizei scharfe Munition gefunden. Es sei aber bislang keine passende Waffe entdeckt worden, sagte Ankner. Weil sich Kartons im Wagen befanden, seien Sprengstoffexperten eingeschaltet worden, die aber Entwarnung gegeben hätten. Es gebe keine Hinweise auf Mittäter oder Unterstützer.

Nach Ankners Worten gilt der in Trier geborene 51-Jährige als Einzelgänger. Der Deutsche sei nach den bisherigen Erkenntnissen arbeitslos und ohne festen Wohnsitz gewesen. Er habe offenbar im Wagen übernachtet. Es habe keine Einträge in polizeiliche Register oder die des Staatsschutzes gegeben. Das Tatauto sei dem Mann von einem Bekannten überlassen worden.

Motiv bleibt unklar

Nach Angaben des Innenministers Roger Lewentz (SPD) bleibt das Motiv unklar. Der Verdächtige habe dazu keine klaren Angaben gemacht, sagte er im Ausschuss. Ein politischer oder religiöser Hintergrund sei auszuschließen. Bei der Vernehmung habe der Mann „widersprüchliche und teilweise nicht nachvollziehbare Angaben“ gemacht.

Lewentz zufolge hatte der Täter in der Fußgängerzone offenbar gezielt Menschen überfahren. Unter den fünf Todesopfern sind auch ein neun Monate altes Baby und sein Vater. Die Zahl der registrierten Verletzten erhöhte sich unterdessen auf 24.

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